Eines von acht verschollen geglaubten Fabergé-Eiern aus dem Besitz der Zaren wird ab April in London ausgestellt, nachdem ein Schrotthändler es auf einem Trödelmarkt in den USA erwarb – nicht wissend, mit welchem Schatz er es zu tun hatte. Wie das Londoner Antiquitätengeschäft Wartski am Donnerstag mitteilte, bezahlte der Käufer vor einigen Jahren im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten 14.000 Dollar (gut 10.000 Euro) für das goldene Ei. Schätzungen zufolge dürfte der Wert der Kostbarkeit aber eher bei 33 Millionen Dollar liegen.
" class="infobox_img" />Eines von acht verschollenen Fabergé-Eiern aus dem Besitz der Zaren. (Foto: AFP)
Der Schrotthändler hoffte demnach, das eingeschmolzene Gold gewinnbringend weiterverkaufen zu können, fand aber keinen Interessenten. So blieb das vom russischen Juwelier Karl Fabergé gefertigte Ei, das Zar Alexander III. seiner Frau Maria Fjodorowna 1887 zum Geburtstag geschenkt hatte, bis heute erhalten. Von den Kunstobjekten wurden insgesamt nur 50 Stück angefertigt.
Bei späteren, eher zufälligen Internet-Recherchen kam der Schrotthändler der Herkunft des 8,2 Zentimeter hohen Objekts auf einem dreifüßigen Sockel auf die Spur. Er stieß auf einen Presseartikel mit Zitaten des Fabergé-Experten und Wartski-Direktors Kieran McCarthy und setzte sich mit ihm in Verbindung.
Wartski erwarb den Kunstgegenstand – zu einem ungenannten Preis – im Auftrag eines privaten Käufers. Dieser stimmte der Ausstellung bei Wartski vom 14. bis 18. April zu. McCarthy sagte, er habe schon Einiges erlebt, aber das eine Uhr der Marke Vacheron Constantin umschließende Ei sei der «unglaublichste Fund» überhaupt.
Zu Demaart
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