Zwei Feuerwehrmänner seien bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden. Es sei der größte Brand dort seit 60 Jahren. Rund 1000 Hektar seien vernichtet.
" class="infobox_img" />Rauchbedeckter Himmel über dem Naturschutzgebiet Hohes Venn.
«Zur Brandursache kann man noch nicht viel sagen. Offensichtlich war es eine Unachtsamkeit», sagte Marchal. Wegen der extremen Trockenheit war das Venn für Wanderer gesperrt, an den Randbereichen aber begehbar. Nach Angaben des flämischen Rundfunks VRT waren rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie versuchten auch mit Löschhubschraubern, die Flammen zu bekämpfen.
Extreme Trockenheit
Wegen der extremen Trockenheit war das Venn für Wanderer gesperrt, an den Randbereichen aber begehbar. Das Hohe Venn ist eines der größten europäischen Hochmoorgebiete.
Per Hubschrauber wollte sich die Feuerwehr am Vormittag einen genauen Überblick verschaffen. Im Moor können nicht nur überirdisch die trockenen Gräser brennen, unterirdisch kann auch Torf kokeln. Diese Nester wollen die Feuerwehrleute aus der Luft mit Wärmebildkameras ausmachen. Die Löscharbeiten könnten noch mehrere Tage dauern, sagte Marchal. Das Ausmaß sei mit dem letzten Brand in 2004 nicht vergleichbar.
Inferno
Das Feuer war Montagnachmittag ausgebrochen, anscheinend in der Nähe der belgischen Gemeinde Baelen. Mit dem starken Wind hatten sich die Flammen in dem teils unwegsamen Gelände schnell ausgebreitet. Die Rauchsäule war noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen. Helfer sprachen von einem Inferno.
Rund 350 Feuerwehrleute, darunter auch 70 deutsche, seien im Einsatz. Das Wasser kommt aus großen Tankwagen, die bis zu 20.000 Liter fassen. Daneben waren Kettenfahrzeuge der Forstverwaltung im Einsatz. Die Arbeitsbedingungen seien sehr schwierig, sagte Marchal. Die Helfer müssten viele Meter Schlauch verlegen. Glücklicherweise habe sich der Wind gelegt.
Eupen-Malmedy gesperrt
Die Feuerwehr hatte ihre Zentrale zunächst in ein Ausflugslokal gelegt. Als das Feuer zu nahe herankam, musste sie das Haus aber räumen. Die Nationalstraße zwischen Eupen und Malmedy – eine der Hauptverbindungen in den Süden Ostbelgiens – ist gesperrt.
Normalerweise sind die Monate Februar und März die brandgefährlichste Zeit im Hohen Venn. Dann müssen Wanderer mit weiträumigen Sperrungen rechnen. Das frische Gras ist dann noch nicht ausgetrieben. Bei dem trockenen Gras reicht ein Funke, um einen Großbrand zu entfachen. Medienberichte, nach denen Brandstiftung Ursache gewesen sein soll, bestätigte die Feuerwehr nicht.
Zu Demaart






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