Sonntag25. Januar 2026

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Griechische Wirtschaft schrumpft weiter

Griechische Wirtschaft schrumpft weiter
(dpa)

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Schlechte Aussichten für Athen: Die griechische Wirtschaft schrumpft nach Ansicht der Regierung im nächsten Jahr zum sechsten Mal in Folge.

Düstere Aussichten für Athen: Auch im kommenden Jahr wird die Wirtschaft im pleitebedrohten Griechenland wohl wieder deutlich schrumpfen. Auf bis zu vier Prozent werde sich der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) belaufen, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Nach gut einwöchiger Pause setzte die Geldgeber-«Troika» ihre Kontrollen in Athen fort. Seit mehr als einem Jahr steigt die Arbeitslosigkeit stetig. In Griechenland ist jeder Vierte inzwischen ohne Job.

In Athen setzten am Montag die «Troika»-Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre Kontrollen fort. Ein positiver Bericht der Kontrolleure ist Voraussetzung für die Auszahlung einer nächsten Hilfstranche an das pleitebedrohte Euro-Land von 31,5 Milliarden Euro. Wann der Abschlussbericht vorliegen wird, ist weiter unklar.

Mehr Sparmaßnahmen

Die Summe der nötigen Sparmaßnahmen in Athen wird unterdessen immer größer. Nach 11,5 Milliarden Euro bis vor einigen Wochen ist nun von 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro die Rede, wie die griechische Presse am Montag berichtete.

Im Finanzministerium zeigte man sich am Montag besorgt, dass es erneut Meinungsverschiedenheiten und demnach auch Verspätungen geben könnte. Einer der wichtigsten Streitpunkte sei, dass die «Troika» auf eine sofortige Entlassung von 15.000 Staatsbediensteten poche. Athen dagegen plant eine Art Frührente für diese Menschen.

Schnelle Antwort

Ministerpräsident Antonis Samaras will so schnell wie möglich das grüne Licht der «Troika» erhalten und das Programm vom Parlament in Athen billigen lassen. Er wolle dann mit dem verabschiedeten Sparprogramm zum EU-Gipfel am 18. und 19. Oktober nach Brüssel reisen, heißt es in griechischen Medienberichten. Die Regierung in Athen hatte sich Donnerstag grundsätzlich auf ein knapp zwölf Milliarden Euro schweres Sparprogramm geeinigt.

Auch Spanien bleibt im Fokus: Nach Einschätzung der EU-Kommission kann das krisengeplagte Euro-Schwergewicht sein Defizitziel in diesem Jahr noch erreichen. «Das ist machbar», sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Madrid. «Die spanische Regierung setzt sich energisch dafür ein, ihre Zusage einzuhalten.»

Hohe Unsicherheit

Spanien hatte sich bei der EU dazu verpflichtet, in diesem Jahr seine Neuverschuldung auf 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu reduzieren. Finanzminister Cristóbal Montoro räumte am Samstag jedoch ein, dass das Defizit aufgrund der Milliarden-Hilfen für marode Banken voraussichtlich 7,4 Prozent betragen werde.

Die Finanzmärkte nahmen am Montag den spanischen Banken-Stresstest positiv auf: Bis zum frühen Nachmittag sank die spanische Anleiherendite im richtungsweisenden zehnjährigen Laufzeitbereich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,83 Prozent. Der Euro stand zuletzt bei 1,2922 US-Dollar und damit rund einen Cent höher als noch im frühen asiatischen Handel.

Allerdings bleibt die Unsicherheit hoch. Solange die Regierung in Madrid keine Klarheit über einen neuen Hilfsantrag schafft, dürfte die Skepsis anhalten. Zudem erwarten Investoren eine wichtige Entscheidung der Ratingagentur Moody’s. Nachdem die Agentur Spaniens Bonitätsnote im Juni bis auf eine Stufe über das gefürchtete Ramsch-Niveau gesenkt hatte, stellte sie bis Ende September eine weitere Abstufung in Aussicht. Nun wartet der Markt auf das Urteil, mit dem viele Händler bereits am Freitag gerechnet hatten.