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Griechenland-Austritt kostet 17 Billionen Euro

Griechenland-Austritt kostet 17 Billionen Euro
(AP)

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Mit aller Macht wollen die Euro-Partner Griechenland in der Währungsunion halten. Doch was passiert, wenn das nicht gelingt? Laut einer neuen Studie könnte der wirtschaftliche Schaden bis zu 17 Billionen Euro betragen.

Die Staaten, die Nationalbanken und auch die Grosskonzerne haben die Notfallpläne für den Eurocrash längst in der Schublade. Zwar ist ein Zusammenbruch der Währungsunion seit der Zusicherung der Europäischen Zentralbank (EZB), notfalls unlimitiert Staatsanleihen aufzukaufen, etwas unwahrscheinlicher geworden, dennoch ist der Euro nicht über den Berg.

Der Frage, was der Eurocrash kosten würde, hat sich die deutsche Bertelsmann-Stiftung angenommen. Ökonomen haben die Folgen und erstmals die Wachstumsverluste für über 40 wichtige Industrie- und Schwellenländer bis zum Jahre 2020 analysiert.

Austritt verhindern

Nach Berechnungen der Prognos AG im Auftrag der Bertelsmann Stiftung würden die 42 wichtigsten Volkswirtschaften der Welt im schlimmsten Fall bis zum Jahr 2020 Wachstumseinbußen in Höhe von insgesamt 17,2 Billionen Euro erleiden. «Die internationale Staatengemeinschaft sollte daher einen Staatsbankrott und Euroaustritt Griechenlands verhindern, um die damit verbundenen möglichen Dominoeffekte zu vermeiden», schreiben die Autoren.

Absolut betrachtet wären die Verluste in Frankreich mit 2,9 Billionen Euro am höchsten. Nachbar Deutschland von 1,7 Billionen Euro. Stark spürbar wären die Folgen des Euro-Crashs auch in den USA und im fernen Osten. Chinas Wachstumsverluste veranschlagen die Bertelsmann-Ökonomen auf 1,9 Billionen Euro, jene der USA auf 2,8 Billionen.
Griechenland käme die Rückkehr zur Drachme weitaus teurer: Den Berechnungen zufolge müsste sich das Land auf 164 Milliarden Euro Wachstumsverluste bis 2020 einstellen.

Hoffen auf Milliarden

Bei den Szenarien wurde unterstellt, dass private wie öffentliche Gläubiger auf 60 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Athen verzichten müssten. Zudem wurde angenommen, dass eine neue griechische Währung um 50 Prozent gegenüber dem Euro abgewertet würde.

Griechenland hofft auf die nächste Milliardenhilfe der internationalen Partner. Ein positiver Bericht der «Troika» aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) ist Voraussetzung für die Auszahlung der 31,5 Milliarden Euro. Kurz vor dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag (18./19.10.) hatte die Bundesregierung um Vertrauen für Griechenland geworben