Zugleich erklärten sich am Donnerstag, einen Tag nach dem tödlichen syrischen Granatenangriff auf ein türkisches Grenzdorf, zahlreiche Parlamentarier solidarisch mit der Türkei. Das Land gehört zu den Gründungsmitgliedern der Staatenorganisation.
Die internationale Gemeinschaft sollte alles tun, um den Flüchtlingen einen offiziellen Status zu gewähren, hieß es in einer Entschließung, die fast einstimmig angenommen wurde. Anlass war eine Dringlichkeitsdebatte zum Thema Syrien.
Ist die Türkei überfordert?
Die Türkei könne trotz ihrer Hilfsbereitschaft die Flüchtlingswelle nicht mehr bewältigen, sagte der konservative italienische Berichterstatter Giacomo Santini. Er fürchte, dass die Zahl syrischer Flüchtlinge bis zum Jahresende auf etwa 700 000 Menschen ansteigen könnte. Seit Beginn des Konflikts hätten fast 300 000 Menschen Syrien verlassen.
Zu dem Granatenangriff sagte Versammlungspräsident Jean-Claude Mignon, dies sei der jüngste und schlimmste derartige Zwischenfall, «der eine inakzeptable Verletzung türkischer Souveränität ist».
Der Tod mehrerer Menschen in der Türkei durch diesen Angriff zeige die Gefahr, «dass der Konflikt in Syrien auf die Region übergreifen könnte», sagte der Generalsekretär des Europarates, Thorbjörn Jagland.
Zu Demaart
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