«Die aktuellen Aufnahmestrukturen sind Ende des Monats voll,» heißt es am Dienstagmorgen von den drei Ministern Corinne Cahen, François Bausch und Claude Meisch. Täglich kommen bis zu 35 Flüchtlinge in Luxemburg an. Die Hälfte floh aus dem Kriegsgebiet Syrien, heißt es. Die anderen Menschen kommen unter anderem aus dem Irak, Afghanistan, Eritrea und dem Balkan.
Luxemburg hatte vor 14 Tagen einen Maßnahmenkatalog (Link) vorgestellt. Dabei geht es um eine «erste Phase», heißt es am Dienstag. Derzeit enstehen im ganzen Land Auffangstrukturen für die Flüchtlinge: In Strassen werden 300 Menschen in den Gebäuden der ehemaligen Logopädie unterbracht. 130 weitere kommen in einem Seitenflügel der ehemaligen Maternité unter.
Großer Andrang
Auf Kirchberg in der Foire-Halle 6 (Link) wird derzeit eine Zeltstadt aufgerichtet. Dort gibt es 360 Betten. In Ettelbrück im Gebäude B der Neuro-Psychatrie werden 220 Betten aufgesellt. Das ehemalige Foyer Don Bosco wird wieder reaktiviert. Bis Mitte 2016 will man in den Gemeinden Diekirch, Steinfort und Mamer «Containerdörfer» errichten.
Derzeit werden sämtliche Flüchtlinge im Foyer Lily Unden empfangen und registriert. Dort ist es aber inzwischen zu eng. Wegen des Andrangs wird in wenigen Wochen das «bureaux d’accueil pour primo-arrivants» in das Gebäude der ehemaligen Logopädie in Strassen verlegt.
Schnell integrieren
Innenminister Dan Kersch ist derzeit in den Gemeinden in ganz Luxemburg unterwegs um weitere Aufnahmekapazitäten zu organisieren, heißt es am Dienstag auf der Pressekonferenz.
Flüchtlingskinder sollen hier in Luxemburg so schnell wie möglich in die Schulen integriert werden, betont der zuständige Minister Claude Meisch. In Trier stellt der Analphabetismus der meisten Flüchtlinge die Behörden vor ein großes Problem. Hier macht sich Meisch aber keine Sorgen. «Wir haben bereits Erfahrungen damit. Wir haben 2000 Flüchtlingskinder im Jahr an Schulen in Luxemburg untergebracht,» betont Meisch.
Mit dem Unterricht werde bereits in den Foyers begonnen. Das soll höchstens ein Jahr dauern. Anschließend will man die Kinder in den verschiedenen Schulen des Landes unterbringen. Dafür wird in den kommenden Monaten zusätzliches Lehrpersonal aktiviert.
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