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Goodyear im Visier

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Am 14. April lief Hydrauliköl aus einem Goodyear-Kühlaggregat über einen Abwasserkanal der Fabrik in die Attert. Jetzt wird der Goodyear ganz genau auf die Finger geschaut. Das Umweltministerium hat dem Reifenhersteller einen Maßnahmenkatalog auferlegt.

An den ersten Tagen waren bis zu 50 Feuerwehrleute sowie Mitarbeiter des Wasserschutzamtes nebst Ermittlern am Ufer der Attert im Einsatz. Seit mehreren Wochen sind es rund 15 Mitglieder der „Goodyear Fire Brigade“, die rund um die Uhr den betroffenen Abwasserkanal sowie die errichteten Ölbarrieren im Auge behielten.

Auf die Frage, wie das Hydrauliköl in den Abwasserkanal gelangen konnte, gab es folgende Antwort: Man will den Ermittlungen nicht vorgreifen, aber es deutet wohl alles darauf hin, dass sich in einem Kühlaggregat Hydrauliköl mit durchlaufendem Wasser vermischt hat und anschließend in den Kanal gelangt ist. Ob der Grund hierfür ein Leck in der Anlage oder eventuell menschliches Versagen ist, darüber will man sich zurzeit nicht äußern.

Daraufhin hat das Umweltministerium nun ein Sofortmaßnahmenkatalog auferlegt um künftig solche Schäden zu vermeiden. Vor allem heißt es in dem Schreiben, dass künftig Messmaßnahmen ergriffen werden müssten.

Jede 24 Stunden soll so eine Probe von dem austretenden Wasser genommen und analysiert werden. Zudem sollen die bestehenden Öllager (Production Oil Tank Farm) bis Ende des Jahres verschwunden sein und durch neue ersetzt werden.