Die Foren und Blogs in Italien kochen. Gerüchte machen die Runde, wer nimmt teil und wo wird getagt. Bislang werden zwei Orte für die Konferenz des exklusiven Zirkels aus Politikern, Ökonomen, Unternehmern, Adeligen und Militärs genannt. Einmal die Kapitolinische Museen. Davon gibt es allerdings vier. Und das Luxushotel «Hotel de Russie», unweit der Piazza del Popolo. Die Liste der Teilnehmer ist traditionell streng vertraulich. Ob auch ein Vertreter aus Luxemburg teilnehmen wird, bleibt bislang ein Geheimnis.
Auf der Tagesordnung des Treffens steht demnach die Eurokrise sowie die Lage in Griechenland, Spanien und Italien, heißt es es italienischen Blogs. Dass die Bilderberger von sich aus die Themen ihres Treffens veröffentlichen, ist in der 56-jährigen Geschichte der Konferenz noch nie vorgekommen. Sie möchten damit offensichtlich den Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen, die die Bilderberger wahlweise als «Götter der Welt» oder «Schattenweltregierung» bezeichnen und behaupten, bei den Treffen würden Kriege, Währungskurse und Präsidenten beschlossen. Die Bilderberger legen Wert darauf, dass «keine Resolutionen verabschiedet, keine politische Marschrichtung definiert und keine Stimmen gezählt» werden.
Völliges Stillschweigen
Das elitäre Forum war 1954 von Prinz Bernhard der Niederlande ins Leben gerufenen worden, um die Beziehungen zwischen Westeuropa und den USA zu stärken. Der Name «Bilderberg» kommt vom ersten Konferenzort, einem Hotel im niederländischen Oosterbeek. Über die Gespräche wird traditionell völliges Stillschweigen bewahrt. Die Presse ist nicht zugelassen. Das letzte Treffen fand Ende Mai Anfang in Chantilly, dem US-Bundesstaat Virginia statt.
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