Der blutige Machtkampf in der Elfenbeinküste neigt sich wohl dem Ende. Nach Einschätzung des französischen Außenministers ist es eine Frage von Stunden, bis der abgewählte Präsident Gbagbo aufgibt.
Die Anhänger Ouattaras werden wieder zurückgedrängt. (Jane Hahn)
Feuer und Rauch über dem Militärlager Akouedo unweit von Abidjan. (dapd/str)
Ein verletzter Soldat der FRCI (Republican Forces of Côte d'Ivoire) wird versorgt. (dapd/str)
Soldaten der FRCI (Republican Forces of Côte d'Ivoire) suchen mit ihrem Panzer Schutz unter Bäumen nahe eines Hotels in Abidjan. (dapd/str)
Viele Ivorer flüchteten auf französisches Militärgelände. (Legnan Koula)
Aus der Innenstadt Abidjan werden heftige Kämpfe gemeldet. (Tageblatt)
Für den abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo wird es eng. (dapd/sia Kambou)
Die französische Armee sondiert die Lage vor Ort. (Tageblatt/Emanuel Ekra)
Verletze Regierungsgegner werden abtransportiert. (Tageblatt)
Heimliche Aufnahmen aus einem Hotel. (Tageblatt)
Alassane Ouattara, gewählter und bislang verhinderter Präsident der Elfenbeinküste, sondiert im Kriegsgebiet die Lage. (dapd/str)
Pro-Gbagbo-Soldaten haben sich ergeben. Auf sie wartet eine ungewisse Zukunft. (Tageblatt/Rebecca Blackwell)
In Duekoue, 484 Kilometer westlich von Abidjan versorgt die UN
Flüchtlinge aus der umkämpften Küstenstadt. (dapd/Basile Zoma)
Am Mittwoch protestieren zahlreiche Gbagbo-Anhänger in Paris. (Tageblatt/Francois Mori)
Ihre Kritik galt dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. (Tageblatt/Francois Mori)
Viele Menschen flüchten aus der umkämpften Stadt Abidjan. (Legnan Koula)
Im Krisengebiet geht die Angst um. (avi Ohayon gpo)
Showdown im blutigen Machtkampf in der Elfenbeinküste: Nach französischen Angaben stand der im November 2010 abgewählte Präsident Laurent Gbagbo, der seither dennoch an seinem Amt klebt, am Dienstag kurz vor dem Aus. «Wir haben ihn fast davon überzeugt, die Macht abzugeben», sagte der französische Außenminister Alain Juppé vor der Nationalversammlung in Paris. Zwei Generäle des Ex-Präsidenten seien an den Gesprächen beteiligt, die am Abend andauerten.
Die Vereinten Nationen in New York sprachen am Abend von einer «raschen Entwicklung». Berichte, nach denen Gbagbo aufgegeben hat, dementierte ein Sprecher jedoch ebenso wie ein Mitarbeiter der UN-Mission ONUCI in dem westafrikanischen Land.
Nach ONUCI-Informationen hält sich Gbagbo derzeit mit einer Handvoll Getreuen in einem Bunker in seiner Residenz in der seit Tagen umkämpften Hafenstadt Abidjan auf. Seine Männer hielten sich weitgehend an eine Waffenruhe. Anhänger und Einheiten des von der internationalen Gemeinschaft anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara feierten bereits den Sieg.
Feuerpause
Die Spitzen der Armee, der Polizei und der Präsidentengarde ordneten eine Waffenruhe an. Ein UN-Sprecher berichtete, die Generäle hätten die Vereinten Nationen telefonisch über die Feuerpause unterrichtet.
Die Soldaten, darunter auch die bisherigen Eliteeinheiten Gbagbos, sollen sich den UN-Friedenstruppen ergeben und ihnen ihre Waffen übergeben. Zunächst war unklar, ob auch die paramilitärischen Milizen den Kampf einstellen.
In Abidjan, wo seit dem Vorrücken der Truppen Ouattaras in der Vorwoche Kämpfe toben, waren am Nachmittag kaum noch Schüsse zu hören. Der Pariser Botschafter des gewählten Präsidenten Ouattara sagte französischen Medien, Gbagbo verhandele über einen Rückzug. «Wir haben den Kampf gewonnen», betonte Ouattaras Armee-Vizechef Cisse Sindou am Dienstagabend in einem BBC-Interview. «Gbagbo verhandelt, wie er das Land verlassen kann.»
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