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Gaddafi-Truppen setzten Scud-Rakete ein

Gaddafi-Truppen setzten Scud-Rakete ein

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Die Truppen von Muammar al-Gaddafi haben in der Nacht zum Montag nach einem Bericht des US-Senders CNN erstmals seit Ausbruch des Bürgerkriegs eine Kurzstreckenrakete vom veralteten sowjetischen Typ Scud eingesetzt.

Die östlich von Sirte abgefeuerte Rakete sollte die von Rebellen gehaltene Stadt Brega treffen, habe ihr Ziel aber um gut 80 Kilometer verfehlt und sei in der Wüste explodiert.

Die Nato hat am Dienstag den Einsatz der Kurzstreckenrakete scharf verurteilt. «Das zeigt, dass Gaddafi und sein Regime verzweifelt sind», sagte Bündnissprecherin Carmen Romero am Dienstag in Brüssel vor Journalisten. Die Rebellen hätten in den vergangenen Tagen «die wichtigsten Geländegewinne seit Monaten» gemacht. Die Hauptstadt Tripolis sei de facto eingeschlossen: «Die Gaddafi-Truppen werden große Probleme haben, sich zu versorgen und weiterhin zu agieren.»

Die bereits Ende der 50er-Jahre entwickelte und in viele damalige Partnerländer der einstigen UdSSR exportierte Rakete gilt als unpräzise und unzuverlässig. Scuds waren bereits während des zweiten Golfkriegs 1990 von den Truppen des früheren irakischen Diktators Saddam Hussein auf Ziele in Saudi Arabien und in Israel abgefeuert worden. Die meisten Raketen verfehlten damals ihre Ziele.