Es handele sich «wahrscheinlich» um die gefährlichste Gruppierung seit 1996, sagte der Pariser Staatsanwalt François Molins am Donnerstag. Damals hatten algerische Islamisten eine Reihe von Anschlägen in Frankreich verübt.
Molins leitete Ermittlungen gegen sieben der zwölf Festgenommenen ein – alle gebürtige Franzosen zwischen 19 und 25 Jahren. Ihnen wird versuchter Mord in Verbindung mit Terrorismus, Waffenbesitz, Mitgliedschaft in einer verbrecherischen Vereinigung und Sprengstoffbesitz vorgeworfen. Die restlichen fünf Verdächtigen wurden freigelassen.
Das Feuer eröffnet
Die Beschuldigten waren am Wochenende bei einer landesweiten Anti-Terror-Aktion festgenommen worden. Hintergrund war der Anschlag auf einen jüdischen Laden in der bei Paris gelegenen Kleinstadt Sarcelles. Einer der beteiligten Islamisten war bei dem Polizeieinsatz am Samstag von Beamten getötet worden. Er eröffnete er das Feuer, als er in Straßburg festgenommen werden sollte.
Seit einem am 19. September verübten Anschlag auf ein jüdisches Geschäft sei es nur dem Zufall zu verdanken gewesen, dass es keine Opfer gegeben habe, sagte der zuständige Staatsanwalt François Molins am Donnerstag in Paris. Ziel der Attentäter sei es gewesen zu töten. Einige Mitglieder der Islamistenzelle hätten auch geplant, sich als Gotteskrieger am Bürgerkrieg in Syrien zu beteiligen.
Zu Demaart
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