Das sagte Frankreichs Innenminister Claude Guéant nach einem Treffen mit seinem rumänischen Kollegen Traian Igas am Montag in Bukarest. Einen möglichen Termin für den Beitritt nannte Guéant nicht. Der ursprünglich für März dieses Jahres geplante Beitritt Rumäniens und Bulgariens zum Schengen-Raum war wegen eines Veto aus Paris und Berlin auf unbstimmten Zeit verschoben worden.
Luxemburg für schnellen Beitritt
Luxemburg ist für einen schnellen Eintritt beider Länder (Bulgarien und Rumänien) in den Schengenraum. Aussenminister Jean Asselborn sagte kürzlich anlässlich eines Besuchs in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, manche Länder täten besser daran ihre nationalen Belange hinter die europäischen Interessen zu stellen. In der EU müssten alle Länder gleichbehandelt werden. Rumänien erfülle alle Bedingungen für einen Beitritt, betonte Asselborn.
Zur Unterstützung der rumänischen Behörden sollen französische Polizeioffiziere abgestellt werden. Nach seinem Rumänien-Besuch wollte Guéant am Nachmittag nach Bulgarien weiterreisen.
Beachtliche Bemühungen
Die rumänischen Behörden hätten beachtliche Bemühungen unternommen, um sich für die Aufnahme in den Schengen-Raum vorzubereiten, die Grenzsicherungssysteme seien funktionsbereit, sagte Guéant weiter.
«Ich bin überzeugt dass Rumänien alle technischen Kriterien erfüllen wird», betonte der französische Innenminister. Die Aufnahme Rumäniens in den Schengen-Raum noch in diesem Jahr 2011 hänge aber von der Zustimmung aller EU-Mitgliedern ab.
«Alle Bedingungen erfüllt»
Rumäniens Innenminister Igas betonte, dass Rumänien aus technischer Sicht die Bedingungen für den Schengen-Beitritt erfüllt habe. Das hätten die sieben Prüfungs-Berichte der europäischen Experten bestätigt. Für eine gute Zusammenarbeit mit Frankreich, den EU-Staaten und den Mitgliedstaaten des Schengen-Raums bleibe Rumänien aber offen.
Ursprünglich war der Beitritt Rumäniens und Bulgariens im März dieses Jahres geplant. Frankreich und Deutschland hatten sich aber für einen Aufschub stark gemacht, weil sie um die innere Sicherheit der EU fürchteten. Der Beitritt der beiden Länder sei verfrüht, hieß es. Rumänien und Bulgarien müssten Fortschritte bei der Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität machen.
Zu Demaart
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