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Frankreich prüft gesetzliche Sonntagsruhe

Frankreich prüft gesetzliche Sonntagsruhe

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Ohne Erlaubnis öffneten zahlreiche Geschäfte in Frankreich. Letztere verlangen zudem eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. Die französische Regierung überprüft nun die Gesetzeslage.

Frankreich will die Öffnung von Geschäften an Sonntagen prüfen. Premierminister Jean-Marc Ayrault beriet sich am Montag mit seinem Kabinett zu dem Thema und kündigte für November einen Bericht an. Die Sonntagsruhe sei ein wichtiges Prinzip zum Schutz der Arbeiter und des sozialen Zusammenhalts, erklärte Ayrault. Zugleich erkenne die Regierung aber an, dass Sonntagsarbeit eine Realität geworden sei, sagte er.

Der Sonntag ist in Frankreich als Ruhetag seit 1906 gesetzlich geschützt. Nur einige Einzelhändler in Touristengegenden haben Sondergenehmigungen und Supermärkte dürfen nur den halben Tag geöffnet werden. Katholiken und Gewerkschaften verteidigen den Status quo, Kritiker sagen jedoch, Frankreichs Wettbewerbsfähigkeit werde dadurch geschwächt.

Proteste

Vergangene Woche wies ein Gericht die Baumarktketten Leroy Merlin und Castorama an, ihre Geschäfte im Großraum Paris am Sonntag zu schließen. Die Angestellten protestierten dagegen.

Die Debatte um die Sonntagsruhe flammte 2009 unter Präsident Nicolas Sarkozy auf, der die Regelung lockern wollte. Aufgrund harten Widerstands kam es jedoch nicht zu einer flächendeckenden Lösung, sondern zu verschiedenen Sonderregelungen.