Der Fonds national de la Recherche (FNR) hat am Dienstag seinen Jahresbericht 2012 vorgestellt. Großes Thema war im letzten Jahr die Ausarbeitung des neuen FNR-Gesetzes, das bedeutende Änderungen beinhaltet, was die Einscheidungsgremien der Forschungseinrichtung betrifft. Das Gesetz befindet sich im Augenblick auf dem Instanzenweg. Es wurde im April im Parlament vorgestellt und im Dezember im zuständigen parlamentarischen Ausschuss diskutiert.
Im letzten Jahr hat der FNR etwa 890 Projekt-Vorschläge unter die Lupe genommen. Für 57 Projekte wurden Finanzmittel zur Verfügung gestellt. 149 Nachwuchsforscher wurden unterstützt. Des Weiteren erhielten 241 wissenschaftliche Projekte (Konferenzen, Seminare …) eine finanzielle Hilfe. 49,16 Millionen Euro wurden für die Forschung ausgegeben, heißt es in einer Mitteilung des FNR.
Neue Wege = neue Finanzierung
Um die Arbeit der Forschungseinrichtung zu verbessern, wurden im letzten Jahr einige Finanzierungsinstrumente neu gestaltet. Einige betroffene Bereiche seien die sogenannten Attract- und Open-Programme. Durch gezielte Maßnahmen sollen jungen Forschern mehr Perspektiven geboten werden. Junge Wissenschaftler würden die Basis bilden für die zukünftige Entwicklung der Forschung, wird von FNR betont.
Die strategische Ausrichtung des FNR soll sich ändern. Die Forschung soll «offener» werden. Höchste Priorität soll hierbei die Qualität der Recherchen und die Kompetenz der Wissenschaftler haben. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem die Zusammenarbeit mit ausländischen Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie den öffentlichen Forschungsinstituten aus Deutschland und Frankreich verstärkt.
Forschung soll sichtbar werden
Letztes Jahr arbeitete man aber auch daran, die Forschung in Luxemburg sichtbarer zu machen. Neben den Researchers‘ Days, die 2012 etwa 4.000 Besucher angezogen haben, die 3. Auflage der Fouer Science oder die Aktivität „Chercheurs à l’école“, den Radio- und TV-Auftritten von Mr Science, die dem Publikum einen kurzweiligen Einblick in die Wissenschaft geben, haben der FNR und seine Partner 2012 einen neuen Internetauftritt für das breite Publikum vorbereitet: Die Wissenschaftsseite www.science.lu ist seit Mai 2013 online zugänglich und versorgt Groß und Klein mit Informationen rund um Wissenschaft und Forschung.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können