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Forschung ist Trumpf

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LUXEMBURG - Die Universität Luxemburg will durch die Forschung punkten und sucht nach Partnern aus der Wirtschaft. Auch auf die Mehrsprachigkeit wird weiterhin viel Wert gelegt.

Die Universität Luxemburg zog am Dienstag die Bilanz des abgelaufenen Jahres. Zudem wurde die Marschrichtung für die kommenden Jahre (2014 – 2017) festgelegt. Sie wird in dem Leistungsvertrag der Universität mit der Regierung festgehalten. Mit dem Abkommen stellt die Regierung der Universität rund 128,7 Millionen Euro im Jahr 2014 und jeweils rund 145,4 Millionen Euro in den Folgejahren zur Verfügung. Weitere 140 Millionen Euro will die Universität in den nächsten vier Jahren selbst erwirtschaften.

Eine der Prioritäten der Lehranstalt ist die Forschung. Die Universität will weiter an der internationalen Anerkennung als Forschungsinstitut arbeiten, heißt es in einer Mitteilung. Dazu will man das Erreichte konsolidieren, die Qualität der Forschung verbessern und die Übertragung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Wirtschaft vereinfachen. Der Anteil von Masterstudierenden und Doktoranden soll hoch bleiben. Sie sollen 37 Prozent der Studenten ausmachen. Wichtige Forschungsbereiche bleiben Informatik, Recht und Europarecht, Finanzwissenschaften, Erziehungswissenschaften sowie die fachübergreifende Forschung durch das „Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust“ (SnT) und das „Luxembourg Centre for Systems Biomedicine“ (LCSB).

Es werden Patente beantragt

Um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen wird Universität in den nächsten vier Jahren ein Dutzend Patente beantragen. Aus ihrer Forschungsarbeit sollen außerdem drei Spin-offs hervorgehen Beim Spin-Off handelt es sich um die Nutzung einer Innovation oder Technologie in einem Bereich, für den sie ursprünglich nicht entwickelt worden ist. Das Ziel sei es, mehr Unternehmen für die Arbeit der Universität zu interessieren, so Rolf Tarrach, der Rektor der Uni.lu.

Die Studiengänge auf der Uni Luxemburg sollen mehrsprachig bleiben, wurde am Dienstag betont. Auch die persönliche Betreuung der Studenten soll weiterhin eine große Rolle spielen. Studenten, die ihr Masterstudium in Luxemburg machen werden künftig im ersten Semester von einem Tutorium profitieren. Die Studiengänge sollen des Weiteren auf die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen überprüft werden.

Ein Charta für mehr Qualität

Um die bestmögliche Qualität der Studien zu gewährleisten soll eine „Pädagogische Charta“ verabschiedet werden, die von den Professoren ebenso wie von den Studenten getragen wird. Sie sollen sich gegenseitig bewerten. In diesem Zusammenhang soll auch das Weiterbildungsangebot für die Berufstätigen ausgeweitet werden.

Angesichts der knapper werdenden öffentlichen Mittel und des Umzugs nach Belval, der im Wintersemester 2015 vonstatten gehen soll, kündigte der Rektor am Dienstag Sparma?nahmen für 2014 sowie die Rückstellung einzelner Projekte an. Er appellierte an die Regierung, die Universität weiter zu unterstützen.