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Flüchtlinge durchbrechen die Grenze

Flüchtlinge durchbrechen die Grenze
(AFP/Armend Nimani)

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An der serbisch-ungarischen Grenze ist die Lage am Mittwoch eskaliert.

Nach schweren Zusammenstößen am Grenzübergang Röszke drängten dutzende Flüchtlinge am Abend die ungarische Polizei zurück und drangen auf ungarisches Gebiet vor.

Die Polizisten zogen sich um rund 50 Meter zurück und schossen Tränengasgranaten auf die Menge ab, wie AFP-Reporter berichteten. Nach offiziellen Angaben wurden 20 Polizisten verletzt. Während Ungarn die Abschottung versucht, kündigte Kroatien an, alle Flüchtlinge durchs Land nach Westen ziehen zu lassen.

Röszke als akutes Krisengebiet

Am Grenzübergang Röszke bauten sich die Spannungen den ganzen Tag über auf, hunderte Flüchtlinge hatten sich dort im Niemandsland zwischen Serbien und Ungarn gestaut. Schließlich gelang es ihnen, eine Teil des Grenzzauns niederzureißen.

Sie stellten den Sicherheitskräften ein Ultimatum, sich binnen einer Stunde zurückzuziehen und sie ins Land zu lassen, wie der Chefberater von Ungarns Regierungschef Victor Orban am Abend mitteilte. «Natürlich ging die Polizei nicht auf das Ultimatum ein», sagte Gyorgy Bakondi.

Keine Angaben seitens der Flüchtlinge

Die Flüchtlinge warfen mit Steinen und Flaschen auf die Bereitschaftspolizei, bis sie schließlich losstürmten. Bei den Ausschreitungen seien zwanzig Polizisten verletzt worden, teilte Bakondi mit. Über Verletzte auf Seiten der Flüchtlinge gab es zunächst keine Angaben.

Am Abend hat die Lage sich aber wieder beruhigt. Die Flüchtlinge, die ungarische Polizisten mit Steinen und Stöcken beworfen hatten, wurden am Abend auf Initiative der serbischen Behörden in Bussen abgeholt und in die grenznahe serbische Stadt Kanjiza gebracht, sagten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

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