Donnerstag1. Januar 2026

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Fast 100 Tote bei Selbstmordanschlag

Fast 100 Tote bei Selbstmordanschlag
(AP)

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Ein Selbstmordattentäter hat bei der Probe für eine Militärparade in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa eine Bombe gezündet und mehr als 90 Menschen mit in den Tod gerissen.

Mehr als 220 weitere seien bei dem Bombenanschlag am Montag verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ein Mann in Militäruniform habe sich mitten unter den Soldaten in die Luft gesprengt, hieß es in Polizeikreisen. Der Verteidigungsminister und der Stabschef waren nach Angaben aus Militärkreisen zugegen, blieben aber unverletzt. Blut und Leichenteile lagen auf der zehnspurigen Straße in der Hauptstadt Sanaa verstreut, auf der die Probe am Morgen stattfand. Das Gebiet wurde abgesperrt.

«Wir waren bei der Parade, plötzlich gab es eine gewaltige Explosion», sagte ein Mann mit blutverschmierten Händen, der sich als Oberst ausgab. «Dutzende unserer Männer wurden getötet. Wir haben versucht, ihnen zu helfen.» Der Attentäter habe unter seiner Uniform einen Sprengstoffgürtel getragen, fügte er hinzu. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Parade sollte am Dienstag aus Anlass des jemenitischen Nationalfeiertags in Anwesenheit von Präsident Abd Rabbu Mansur Hadi abgehalten werden.

Der Anschlag kam zu einem Zeitpunkt, als die Armee mit Unterstützung der USA eine Offensive gegen Extremisten mit Verbindungen zur radikal-islamischen Al-Kaida im Süden Jemens führt. Dort kontrollieren die Extremisten mehrere Ortschaften. Am Sonntag rückten die Soldaten auf eine ihrer Hochburgen vor, und es kam zu heftigen Gefechten. Die Extremisten versuchen die politische Instabilität in Folge der monatelangen Proteste gegen den langjährigen Herrscher Ali Abdullah Saleh zu nutzen. Im Februar übernahm Hadi das Präsidentenamt. Seitdem kam es verstärkt zu Anschlägen.