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Skifahrer sterben bei Zusammenprall im Schwarzwald

Skifahrer sterben bei Zusammenprall im Schwarzwald
(dpa)

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Zwei Skifahrer sind auf dem Feldberg im Schwarzwald zusammengestoßen und noch vor Ort verstorben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Auf dem Feldberg im Südschwarzwald sind zwei Skifahrer so unglücklich zusammengeprallt, dass beide noch vor Ort starben. Trotz einer 45-minütigen Reanimation konnte den beiden Männern am Sonntagnachmittag nicht mehr geholfen werden. Wie die Polizei mitteilte, verunglückten ein 29-jähriger Mann aus dem Elsass und ein 30-Jähriger aus dem Großraum Stuttgart.

Der Hintergrund des Zusammenpralls im Bereich des Resiliftes war zunächst unklar, die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zu dem Vorfall auf. Der 1493 Meter hohen Feldberg ist das größte und bedeutendste Skigebiet in Baden-Württemberg und auch bei Luxemburgern ein beliebtes Ausflugsziel.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten gutes Wetter und freie Sicht, wie Adrian Probst von der Bergwacht Schwarzwald der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Piste sei nicht überfüllt gewesen, der Lift war gerade dabei zu schließen. Der Hang, in dem sich der tödliche Unfall ereignete, sei zudem recht flach, ein sogenannter «Anfängerhang» – es sei «schwer erklärlich, wie es gerade an diesem Hang passieren konnte.»

Beide Skifahrer trugen Helme

In Anbetracht der Schwere der Verletzungen müssten die beiden Skifahrer ein hohes Tempo gehabt haben. Laut Probst kann man auf der Strecke auch hohe Geschwindigkeiten erreichen wenn man will. Er sprach von bis zu 100 Kilometern in der Stunde. Die Kollision passierte rund 100 Meter vor der Talstation, beide Skifahrer trugen Helme. Die Bergwacht sei schon eine Minute nach der Alarmierung bei den Opfern gewesen.

Auf dem Feldberg gibt es zwei Rettungswachen, eine ist direkt oberhalb der Unglückspiste. Nach dem Zusammenprall kümmerte sich ein Krisen-Interventionsteam um die Familienangehörigen und Arbeitskollegen der Toten. Die Feuerwehr leuchtete nach dem Unglück die Piste mit zwei Strahlern aus, damit die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen fortsetzen konnte. Auf dem Feldberg passieren tödliche Skiunfälle sehr selten. Den letzten Toten hat es vor drei Jahren gegeben – damals erlitt ein Mann auf der Piste einen Herzinfarkt.

Tödliche Skiunfälle sind selten

Tausende Menschen verunglücken jährlich beim Skifahren, doch tödliche Unfälle wie jetzt im Schwarzwald sind verhältnismäßig selten.

Einige Fälle aus den vergangenen Jahren:

Dezember 2015: Im Salzburger Pinzgau fährt ein 21-Jähriger aus Münster über den Pistenrand hinaus, stürzt eine Böschung hinab und prallt gegen mehrere Bäume. Jede Hilfe kommt zu spät.

Dezember 2015: Ein Wintersportler aus München stirbt in den Tiroler Alpen. Er hatte bei der Abfahrt eine Geländekante übersehen und war mit dem Kopf auf die Piste geschlagen. Auch sein Helm schützte ihn nicht.

Februar 2015: Ein 26-Jähriger kollidiert mit einer Skiläuferin im oberbayerischen Lenggries und wird gegen eine Schneekanone geschleudert. Er stirbt im Krankenhaus.

Dezember 2014: Er verlässt die Piste und verliert im freien Gelände die Kontrolle: Im österreichischen Skigebiet Montafon stürzt ein 31 Jahre alter Deutscher kopfüber in den Tiefschnee und erstickt.

März 2013: Im österreichischen Skigebiet Golm kommt ein 17-Jähriger im März 2013 von der Piste ab und prallt gegen einen Baum. Er ist auf der Stelle tot.

Januar 2012: Auf dem Weg durch steiles, felsiges Gelände überschlägt sich ein Skifahrer in den österreichischen Alpen und stürzt kopfüber in einen zugefrorenen Bach. Der 45-Jährige aus Brandenburg wird tödlich verletzt.