Donnerstag22. Januar 2026

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Frau enthauptet und mit Kopf geflüchtet

Frau enthauptet und mit Kopf geflüchtet
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Ein geistesgestörter Mann hat auf Teneriffa eine Frau enthauptet und ist mit dem Kopf in der Hand durch eine Straße der Urlauberhochburg Los Cristianos gelaufen. Der 28-Jährige wurde wenig später festgenommen.

Wie die spanische Polizei am Freitag mitteilte, hatte der Mann auf der Kanaren-Insel in einem Supermarkt ein Messer gestohlen und damit eine britische Kundin angegriffen. Das Opfer suchte er sich willkürlich aus. Der Täter schnitt der 60-Jährigen den Kopf ab und lief damit ins Freie.

Bei der auf der Kanaren-Insel Teneriffa enthaupteten Frau handelt es sich um eine 60-Jährige aus Großbritannien. Das gab eine der beiden Töchter der Frau am Samstag bekannt. Die Getötete war Großmutter von fünf Enkelkindern. Nach Angaben der Tochter war die Frau vor einigen Jahren in Rente gegangen und pendelte bis zu ihrer Ermordung zwischen ihre Wahlheimat Teneriffa und Frankreich, wo eine der beiden Töchter lebt. Die Frau war am Freitag von einem möglicherweise psychisch kranken Mann auf Teneriffa in einem Supermarkt ohne ersichtlichen Grund enthauptet worden.

Mehrere Passanten nahmen die Verfolgung auf. Augenzeugen berichteten, der Mann sei auf der Flucht ins Stolpern geraten, so dass der Kopf der Frau über das Pflaster gerollt sei. Der 28-Jährige wurde wenig später von Polizisten festgenommen.

Zufallsopfer

Die spanische Polizei geht nach der Enthauptung einer 60 Jahre alten Britin auf Teneriffa davon aus, dass die Frau das Zufallsopfer eines Geisteskranken geworden ist. Der Mann, ein 28-jähriger aus Bulgarien stammender Obdachloser, sei erst im Februar aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen worden, berichteten kanarische Medien am Samstag unter Berufung auf die Ermittler. Bei dem Opfer handelt es sich der britischen Boulevardzeitung «The Sun» zufolge um eine Britin chinesischer Abstammung, die wie viele Landsleute ihren Wohnsitz auf der Kanaren-Insel hatte.

Der Mann war wegen seiner Gewaltausbrüche schon mehrfach festgenommen und schließlich in ein Krankenhaus der Inselhauptstadt Santa Cruz eingewiesen worden. Warum er entlassen wurde, ist nicht bekannt. Der 28-Jährige habe sich selbst als «Messias» oder «Prophet» bezeichnet.

«Ich bin der Rächer Gottes»

«Ich bin der Rächer Gottes und bin gekommen, um für Gerechtigkeit zu sorgen» – mit diesen Worten soll er nach der Tat am Freitag mit dem Kopf seines Opfers durch die Straßen des Urlaubsortes Los Cristianos im Süden Teneriffas gelaufen sein, ehe er mit Hilfe von Passanten überwältigt und festgenommen werden konnte. Das britische Außenministerium erklärte, es sei in Kontakt mit den Angehörigen des Opfers. Ihnen werde konsularische Hilfe zuteil.

Der Mann war der Britin nach Angaben der Polizei in einen chinesischen Supermarkt gefolgt, hatte dort ein großes Messer aus einem Regal genommen und dutzendfach auf die Frau eingestochen. Anschließend habe er ihr den Kopf abgetrennt. Eine Überwachungskamera hielt den grausigen Mord fest.

Opfer vor der Tat bedrängt

Die Britin lebte bereits seit längerer Zeit in Los Cristianos und kaufte regelmäßig in dem Supermarkt ein, wie es weiter hieß. Der mutmaßliche Mörder hatte sie kurz vor der Tat auf der Straße bedrängt, sie war deshalb in ein Büro des Arbeitsamtes geflüchtet und hatte dort um Hilfe gebeten. Ein Wachmann hatte den Mann daraufhin vertrieben. Als sie sich in Sicherheit wähnte, setzte die Frau ihren Weg zum Supermarkt fort.

Nach dem Mord fürchtet Teneriffa einen Imageverlust bei den Touristen, zumal die Kanaren-Insel damit wirbt, ein sicheres Urlaubsziel zu sein. Jedes Jahr werden dort rund 1,5 Millionen Gäste aus Großbritannien gezählt. «Dies war ein absoluter Einzelfall», schrieb der Tourismusbeauftragte José Manuel Bermúdez in einer Mitteilung an britische Medien.

José Alberto González Reverón, Bürgermeister der Kreisstadt Arona, sagte, der Verbrecher sei in der Vergangenheit schon häufiger wegen verschiedener Delikte straffällig geworden. Er habe zuletzt als Bettler in einem verlassenen Haus gelebt.

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