Eine Leserin schickt uns eine hollywoodreife Geschichte, die sich vor einigen Tagen im beschaulichen Kopstal abgespielt hat und in welche sie involviert sei. Auf Nachfrage bei der Polizei wurde uns am Montag bestätigt, dass ein Einbruch in besagter Gaststätte vorliegt und der Tresor gestohlen wurde. Über weitere Details gibt es keine Bestätigung von offizieller Stelle.
Am Samstag, 18. Oktober, gegen 14.40 Uhr, draußen sind es 20 Grad im Schatten, kreuzt ein Mann mit einer blauen Daunenjacke an der Rezeption des Restaurants auf und redet lauthals wirres Zeug, in gebrochenem Englisch. Seine Schwester habe Kleider verloren, oder Kinderspielzeug, drinnen oder draußen und habe mit dem Chef, nein der Chefin gesprochen. Der aufdringliche Mann erwähnt verschiedene Mitarbeiter, will jeden sehen, jeden sprechen. Parallel dazu telefoniert er mit seinem Handy, auf einer Sprache, die niemand dort verstehen kann.
Ein Riesenloch
Um 15 Uhr, nachdem der Mann mit der Daunenjacke das Restaurant entnervt zu Fuß verlassen hatte, schloss die Besitzerin die Tür ab und begab sich ins Büro, das sich auf dem ersten Stockwerk befindet. In der Wand klafft ein Riesenloch. Der 100-Kilo-Tresor war aus der Wand herausgeschnitten worden und verschwunden, spurlos. Im Nachbarzimmer soll der Koch fern geschaut und nichts gehört haben. Auch sonst fehlte nichts. Bargeld, das offen rumlag, war noch da. Alles, außer dem Tresor, befand sich an seinem Platz.
Am Montag, dem 13. Oktober war eine Bande junger Menschen zwischen 20 und 35 Jahren in Kopstal aufgefallen. Es waren 5 bis 6 Männer und 2 bis 3 Frauen. Sie machten Fotos und filmten. Eine ferngesteuerte Drohne überflog die Ortschaft Kopstal und filmte Straßen, Häuser und Fenster. Die Polizei wurde alarmiert und nahm die Personalien auf. Waren die Ausweise echt? Handelte es sich tatsächlich um ukrainische Austauschstudenten, fragt sich die Betroffene.
Am gleichen Montagabend betreten sechs der Bande das Restaurant und bestellen eine Suppe. Doch dann entscheiden sie sich um. Sie wollen Tee. Aber draußen. Vielleicht haben sie die Überwachungskameras im Restaurant entdeckt.
Zu Demaart
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