«Vorrang bei der Aufnahme in Europa müssten jene Menschen haben, die im Sinne der Genfer Konvention in ihren Heimatländern verfolgt würden, sagt Außenminister Jean Asselborn im aktuellen «Spiegel».
Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive will er dafür schneller in ihre Heimat zurückbringen. Laut Asselborn sollen die afrikanischen Herkunftsstaaten dafür belohnt werden.
«Etwas Ernsthaftes anbieten»
Dafür will die EU-Kommission nach «Spiegel»-Informationen mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich für einen EU-Afrika-Treuhandfonds anbieten.
Die Auszahlung der Mittel soll nach Vorstellung vieler EU-Innenminister aber stärker als bisher an die Kooperation der afrikanischen Staaten bei der Rückführung der Flüchtlinge geknüpft werden, schreibt das Nachrichtenmagazin am Samstag.
Hoffen auf Malta
«Wenn ein afrikanisches Land bereit ist, eigene Leute zurückzunehmen, die in Europa keine Chance auf Asyl haben, dann sollten wir Europäer das unterstützen,» wird Asselborn zitiert. Er mahnt zugleich: «Die EU soll den Afrikanern etwas Ernsthaftes anbieten, wenn Malta ein Erfolg werden soll».
Auf Malta findet im November der EU-Afrika-Gipfel statt. Unter anderem will man mit den afrikanischen Ländern ein Rückführungsabkommen aushandeln.
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