Nach Angaben des italienischen Kulturministers Giancarlo Galan stehen für Pompeji 105 Millionen Euro aus EU-Töpfen bereit. «Nun geht es darum, sie richtig auszugeben und etwas richtig Großes für Pompeji zu verwirklichen», sagte Galan am Mittwoch. Das 66 Hektar große archäologische Gelände braucht nach Ansicht der Experten konstante Pflege bis ins kleinste Detail, wie sie ein vom Ministerium schon abgesegneter Plan der zuständigen Behörde vorsehe. Bisher fehlte aber das Geld.
Die EU will die Arbeiten zu Pompejis Restaurierung und Bewahrung für mindestens vier Jahre ständig kontrollierend begleiten. Eine vorgesehene Besichtigung Pompejis musste Hahn wegen schlechten Wetters verschieben.
Pompeji zerfällt
Das im Jahr 79 nach Christus bei einem Ausbruch des Vesuvs von Aschebergen verschüttete Pompeji befindet sich seit Tagen wieder in den Schlagzeilen. Am Freitag war eine alte römische Mauer nahe dem Steintor «Porta di Nola» eingestürzt – durch heftigen Herbstregen, vermuteten Experten. Ende 2010 waren aus ähnlichen Gründen mehrere Gebäude zusammengekracht, darunter die «Schola Armaturarum», wo sich im Alten Rom einst Gladiatoren auf ihren Kampf vorbereiteten. Wegen des Skandals war Galans Amtsvorgänger im Frühjahr zurückgetreten.
Die archäologische Stätte in Süditalien ist kulturell von großer Bedeutung und zieht Millionen von Touristen an.
Zu Demaart
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