2011 lebten 18.059 Italiener in Luxemburg. Das waren 3,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Seit der Volkszählung 2001 ist die Zahl der Einwohner mit einem italienischen Pass aber um 4,9 Prozent gesunken, weiß der Statec am Donnerstag zu berichten. Die Zahl der Luxemburger stieg im selben Zeitraum um 5,3 Prozent. 1970 zählte man noch 23.490 Italiener im Großherzogtum (6,9 Prozent der Bevölkerung). 1960 stellten die Italiener sogar mit 15.708 Personen 37,8 Prozent der ausländischen Bevölkerung Luxemburgs dar. 2011 betrug dieser Anteil jedoch nur noch 8,2 Prozent.
47,2 Prozent der in Luxemburg lebenden Italiener sind Frauen. Im Durchschnitt sind die Italiener vier Jahre älter als die Luxemburger und etwa zehn Jahre älter als die anderen im Großherzogtum lebenden Ausländer.
Die meisten werden im Großherzogtum geboren
Von den in Luxemburg lebenden Italiener wurden fast zwei Drittel in Italien geboren. Über ein Viertel erblickte in Luxemburg das Licht der Welt. 78 Prozent der Eltern der hier lebenden Italiener besitzen ebenfalls die italienische Nationalität. Ältere Italiener wurden mehrheitlich in ihrem Heimatland geboren. Die meisten Italiener sind laut Statec zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Mitte der 60er Jahre eingereist.
Die Auswanderer aus Italien leben vor allem in der Hauptstadt und den umliegenden Gemeinden, erklärt der Statec. Bertrange (7 Prozent der Bevölkerung), Strassen (6,3 Prozent) und Luxemburg (6 Prozent) zählen prozentual die größte italienische Gemeinschaft. Die wenigsten Italiener wohnen in Wahl und in Ulflingen (jeweils 0,1 Prozent). In absoluten Zahlen wohnen die meisten Italiener in Luxemburg (5750), Esch/Alzette (1233) und Differdingen (1021).
Die meisten sind Hausbesitzer
71,5 Prozent der Einwohner mit italienischem Pass sind Besitzer ihrer Wohnung. Bei Italienern, die vor 1981 eingewandert sind, liegt die Eigentumsquote bei etwa 80 Prozent.
Was die Bildung anbelangt, haben Italiener entweder nur einen Grundschulabschluss oder einen Master, respektive einen Doktorgrad. Besonders die älteren Italiener haben nur einen niedrigen Bildungsabschluss. Die jüngeren Italiener haben dagegen oft mindestens die Sekundarschule absolviert. Viele von ihnen studieren. Schließlich gibt es laut Statec keine Unterschiede zwischen Italienern und Luxemburgern. 43 Prozent der Bevölkerung sind erwerbstätig.
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