Wir sind ein kleines Land, das ist ja ein Fakt. Wir haben auch einen kleinen Nachrichtendienst, das ist auch ein Fakt, und dieser Nachrichtendienst hat sehr, sehr großen Mist gebaut in der Vergangenheit, sagt Außenminister Jean Asselborn am Freitag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.
Asselborn spricht in dem Interview auch von der Frage über Konsequenzen sowie der politischen Verantwortung.
Auf Spekulationen, wie lange die Koalition mit der CSV unter Jean-Claude Juncker hält, will er sich allerdings nicht einlassen. Ich kann mich dazu nicht äußern. Wir müssen abwarten, wie die Konsequenzen oder welche Konsequenzen im Parlament gezogen werden, unterstreicht der Außenminister.
Asselborn äußerte sich in dem Interview auch über die Türkei. Zwischen Deutschland und der Türkei bahnt sich Streit an. Berlin will derzeit nicht mehr über einen EU-Beitritt des Landes sprechen. Hintergrund ist die aktuelle Lage in der Türkei, die Art und Weise wie die Polizei gegen regierungskritische Demonstranten vorgeht und die Reaktionen der türkischen Regierung darauf. Asselborn warnte davor, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abzubrechen. Dies würde dem türkischen Volk nur schaden, so Asselborn. Die Menschen in der Türkei hätten das Recht auf Veränderungen. Weil sie das nicht alleine schafften, sei der Druck aus der Europäischen Union notwendig.
Zu Demaart
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