Luc Frieden war bis Ende 2013 Finanzminister von Luxemburg. Im Sommer 2014 wechselte er in die Privatwirtschaft. Er nahm einen Beraterjob bei der Deutschen Bank in London an. Jetzt hat er mit zwei Co-Autoren ein Buch mit dem Titel «Europa 5.0: Ein Geschäftsmodell für unseren Kontinent» geschrieben.
Frieden war am Dienstagmorgen zu Gast bei RTL und warb natürlich für sein Werk. Der ehemalige Minister bemängelt im Interview, dass es keine Begeisterung mehr für Europa gibt. «Europa müsse sich neu erfinden,» so Frieden. Immer wieder spricht er von Zusammenhalt und Antrieb. Wörter, die auch in dem Buch zu finden sind.
«Noch ein langer Weg»
In der Publikation ist von einem neuen Geschäftsmodell für Europa sowie eine nächste Stufe der Integration die Rede. Dazu zählen auch frische Ideen in der Wirtschaftspolitik sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit, heißt es in einer aktuellen Rezension.
Seit seinem Ausscheiden äußerte sich der frühere Minister nicht mehr zu Politik im Land. Auf die wirtschaftliche Lage Luxemburgs angesprochen sagt Frieden am Dienstag: «Es fehlt an einer Zukunftsvision.» Ob er wieder aktiv in die Luxemburger Politik einsteigen werde, ließ er offen. Auch beim Thema Wahlen 2018 gab es kein Dementie. «Bis zu den nächsten Wahlen ist es aber noch ein langer Weg,» so Frieden.
Zu Demaart
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