Chinas Hauptstadt Peking hat die erste Infizierte mit der neuen Vogelgrippe H7N9 gemeldet. Der Erreger sei laut lokalen Gesundheitsbehörden bei einem sieben Jahre alten Mädchen nachgewiesen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Bislang sind 44 Infizierte mit H7N9 bekannt. Elf von ihnen starben.
Bisher hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO nicht von einer Epidemie gesprochen, da alle Fälle auf Shanghai und umliegende Provinzen im Osten des Landes begrenzt waren. Noch hat sich die Organisation nicht dazu geäußert, ob die Infizierte in Peking etwas an der Einschätzung ändert.
Die neue Vogelgrippe stellt nach Einschätzung der EU-Kommission derzeit keine Gefahr für Europas Bürger dar. «Wir verfolgen die Entwicklungen, haben zurzeit aber keine Sorge», sagte der Sprecher von EU-Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg in Brüssel. Die EU importiere weder lebende Tiere noch frisches Geflügel aus China. Nach derzeitigen Informationen sei das Virus nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, sondern nur von Vögeln. Über den Erreger sei bisher wenig bekannt.
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