Die verhinderten Anschläge seien den Angriffen vom November in Paris ähnlich gewesen, sagte der Minister am Sonntagabend im Sender France 5. Unter anderem sei ein «Konzert in einer Veranstaltungshalle» im Visier gewesen.
Außerdem waren seinen Angaben zufolge Angriffe auf Zivilisten «auf den Straßen» geplant. Cazaneuve sprach zudem von den «gleichen Akteuren» bei den vereitelten Anschlägen. Zu den November-Attacken hatte sich die von Frankreich im Irak und in Syrien bekämpfte Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt.
Nützlich
Nähere Angaben machte Cazeneuve nicht. Nach den Attentaten vom 13. November mit 130 Toten war in Frankreich der Ausnahmezustand verhängt worden, der den Behörden mehr Befugnisse bei Terrorermittlungen gibt. Er läuft Ende Februar aus, soll aber nach dem Willen der Regierung um drei weitere Monate verlängert werden.
Cazeneuve bezeichnete den Ausnahmezustand als «nützlich» bei der Verhinderung von Anschlägen sowie beim Schutz der Bevölkerung. Frankreichs Präsident François Hollande hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass dem Kabinett Anfang Februar ein Gesetzentwurf zur Verlängerung des Ausnahmezustands vorgelegt werden solle.
Nachdem die Maßnahme zunächst breite Unterstützung in Politik und Gesellschaft gefunden hatte, wird inzwischen aber zunehmend diskutiert, ob sie weiterhin gerechtfertigt ist.
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