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Ein privater Konzern entsteht

Ein privater Konzern entsteht
(Fpizzolante)

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Die Fusion öffentlicher und privater Krankenhauser in Luxemburg ist einen Schritt weiter. Unter dem Dach der Stiftung "Hôpitaux Robert Schuman" tummeln sich jetzt vier Kliniken.

Die Krankenhauslandschaft in Luxemburg ändert sich. Die Stiftung «Hôpitaux Robert Schuman» gab in einer Mitteilung erste Details über ihren Plan «Privatspideeler 2020» preis. In dem Reformplan ist unter anderem die Fusion der hauptstädtischen Krankenhäuser Kirchberg, Zitha sowie des Spitals Sainte Marie in Esch/Alzette vorgesehen. Sie sollen in Zukunft eine einzige Rechtsperson darstellen. Der Name des neu geschaffenen Ensembles wird «PrivatKliniken S.A.» sein. Es wird eine 100-prozentige Filiale der Stiftung sein.

Die Entbindungsklinik Bohler ist ebenfalls eine 100-prozentige Filiale der Gruppe. Sie wird jedoch eine separate Rechtsperson bleiben. Das selbe gilt für das Unternehmen «Santé Services», das die nicht ambulanten Dienstleistungen , wie die Essensausgabe oder die Vermietung von Material regruppiert.

Die 1992 ins Leben gerufene Stiftung wird fortan lediglich als Dachverband und als Aktionär in Erscheinung treten, wird in der Mitteilung betont.

Laboratorien werden zusammengelegt

Im Plan «Privatspideeler 2020» ist des Weiteren der Zusammenschluss der Krankenhauslaboratorien vorgesehen. Die Laboratorien, die nicht an eine Klinik gebunden sind sollen privatisiert werden.

Der Plan habe keine Auswirkungen auf das Personal der Krankenhäuser, wird in der Mitteilung erklärt.

Breiter Konsens wird angestrebt

In der Zwischenzeit gehen die Gespräche zwischen den verschiedenen Krankenhäusern weiter. Der Verwaltungsrat der Stiftung will die Verhandlungen aber so schnell wie möglich zu Ende bringen, heißt es. Es sei in diesem Zusammenhang wichtig, bei der medizinischen Betreuung zu einem breiten Konsens zu gelangen. Im Zentrum des Interesses müssen dort die Patienten und die Qualität der Pflege stehen, warnt der Verwaltungsrat.

Die Hauptpunkte des Plans wurden schon der Gesundheitsministerin, den medizinischen Räten der Krankenhäuser sowie den Personalvertretungen vorgestellt, kann man in der Mitteilung nachlesen. Man habe außerdem die Ministerin oder ihren Berater eingeladen, an den Gesprächen teilzunehmen.

Personalentscheidungen…

Bei der Stiftung soll sich Direktor François Pauly um die Umsetzung der Reform kümmern. Er soll vom beigeordneten Direktor Christian Oberlé assistiert werden. Der Verwaltungsrat erneuert des Weiteren sein Vertrauen in die für die Krankenhausaktivitäten verantwortliche Generaldirektion . Dr. Paul Wirtgen und Christian Oberlé wurden in ihren Ämtern bestätigt. Es ist jedoch die Nominierung eines weiteren beigeordneten Direktors vorgesehen. Die medizinischen Chefs der Stiftung sind Prof. Dr. Claude Braun und Dr. Gregor Baertz. Für die Pflege sind Gunar Jamros und Marc Schlim verantwortlich.

Der ganze Plan «Privatspideeler 2020» soll noch Ende des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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