Didier Bellens war von 2000 bis 2003 Chef des Medienkonzerns RTL in Luxemburg, anschließend wechselte er auf den Chefsessel der Belgacom. Er hatte aber noch weitere Direktorenposten, wie die belgischen Medien berichten.
Sein Name tauchte jetzt in den «Panama Papers» auf. Bellens soll Direktor von zwei Offshore-Firmen auf den Britischen Jungferninseln gewesen sein. Seine Ämter für die beiden Gesellschaften soll er im Sommer 2015 niedergelegt haben. Im Februar 2016 starb er an Krebs.
Proximus weiß von nichts
Wie mehrere Zeitungen am 7. April schrieben, soll Bellens seine Ämter in diesen beiden Gesellschaften im Juni 2015 niedergelegt haben. Didier Bellens starb im Februar an den Folgen einer langen Krankheit.
Proximus (früher Belgacom) erklärte, nichts über die Aktivitäten des ehemaligen Chefs gewusst zu haben, heißt es.
Das gewaltige Datenleck bei der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama bringt diverse internationale Politiker und Prominente mit Offshore-Firmen in Verbindung. An sich ist es durchaus legal, Vermögen in solchen Unternehmen zu haben – solange es ordnungsgemäß versteuert wird. Die grundsätzlichen Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung, die Offshore-Firmen bieten, sorgen aber für Aufmerksamkeit.
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