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Dreieck oder Kreisverkehr?

Dreieck oder Kreisverkehr?
(Jens_b?ttner)

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An Kreuzungen passieren oft schwere Unfälle. Wären systematische Kreisverkehre nicht die Lösung des Problems? Die Antwort des Transportministers.

Die Kreuzung zwischen der N12 und der N20 zwischen Derenbach und Hamiville am Ort genannt «Féitsch» ist als gefährlich bekannt. Idem für die Kreuzung zwischen der N18 und den CR373 sowie CR332 bei Lentzweiler. Der adr-Abgeordnete Gast Gibéryen erinnert an einige schwere Unfälle an beiden Orten und fragt, ob es im Sinne der Verkehrssicherheit nicht ratsam wäre, beide Kreuzungen zu entschärfen, indem man dort einen Kreisverkehr schafft.

In seiner Antwort erklärt François Bausch, dass laut Straßenbauverwaltung an beiden Kreuzungen seit 2012 jeweils sechs schwere Unfälle gezählt wurden. An beiden Kreuzungen sei des Weiteren in den letzten drei Jahren jeweils ein Toter zu beklagen gewesen.

«Straßenführung ist nicht Schuld»

Die Unfälle hätten aber nichts mit der «Geometrie der Straße» zu tun, betont der Minister. An beiden Kreuzungen hätten die Autofahrer eine frei Sicht von mindestens 250 Meter in beide Richtungen. Das sei mehr, als die empfohlene Distanz, auch wenn die Geschwindigkeit auf der Vorfahrtsstraße, u.a. bei Lentzweiler nicht herabgesenkt sei. Jene Kreuzung sei aber abends beleuchtet, so Bausch.

Man könne in beiden Fällen nicht von gefährlichen Kreuzungen sprechen, so Bausch. Sicher sei ein Kreisverkehr, besonders in Ortschaften, besser geeignet um Unfälle zu vermeiden. Deshalb aber jetzt sämtliche klassische Kreuzungen zu Kreisverkehren umzubauen, mache keinen Sinn und sei des Weiteren nicht möglich. Mann müsse außerdem zwischen Kreisverkehren innerhalb von Ortschaften und jenen auf freiem Gelände unterscheiden. An letzteren könnten sich Autofahrer aufgrund der höheren Geschwindigkeit leichter vertun, weil sie den «Kreisel» zu spät sehen oder sie zu schnell in ihn hineinfahren. Fazit: Unfälle verhindert man in erster Linie durch angepasstes Fahren statt durch straßenbauliche Maßnahmen.

Auf der Suche nach «schwarzen Punkten»

Schließlich erinnert der Infrastrukturminister daran, dass die Straßenbauverwaltung permanent auf der Suche nach neuen sogenannten «points noirs» (besonders gefährliche Stellen) ist, und Maßnahmen ergreift, sie zu beseitigen.

Etwa 130 Verteilerkreise gibt es laut Straßenbauverwaltung zurzeit in Luxemburg. Mehr als 50 sind in Planung. Der erste «Kreisel» wurde 1988 in Schifflingen eröffnet. Außergewöhnlich ist der Verteilerkreis Serra auf Kirchberg. Er wird zu einem Turbokreisverkehr umgebaut und hat dann drei statt zwei Pisten. Eine geänderte Straßenführung soll für mehr Sicherheit sorgen. Es ist der erste Kreisverkehr dieser Art im Großherzogtum.

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