Rund tausend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, darunter auch Touristen. Die Brände waren am Montagabend auf den Hügeln nahe Funchal ausgebrochen. Angefacht von starken Winden, breiteten sie sich am Dienstagabend plötzlich rasend schnell weiter aus.
Obwohl die Regierung in Lissabon sowie die Behörden der Azoren Verstärkung schickten, bekamen die Feuerwehrleute die Brände nicht in den Griff. Mindestens ein Hotel wurde von den Flammen erfasst, mehrere weitere Häuser brannten komplett nieder, sagte Bürgermeister Paulo Cafôfo der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa. Genaue Zahlen konnte er zunächst nicht nennen. Neben Häusern und Hotels wurden auch mehrere Krankenhäuser und Altenheime evakuiert, die Betroffenen verbrachten die Nacht in Militäreinrichtungen oder im Fußballstation.
Lage auch auf dem Festland schwierig
Auch auf dem Festland, wo seit Samstag immer neue Waldbrände ausbrechen, ist die Lage weiterhin nicht unter Kontrolle. Mehr als 3.000 Feuerwehrleute kämpften am Mittwochmorgen gegen mehr als hundert Brände, wegen rund einem Dutzend Großfeuern mussten mehrere Anrainer vorsichtshalber ihre Häuser verlassen.
Am Mittwoch galt für fast die gesamte Nordhälfte des Landes die höchste oder zweithöchste Warnstufe. Regierungschef António Costa kündigte ein Hilfsersuchen an die EU und Russland an, sollte sich die Lage bis kommenden Montag nicht entspannen.
Zu Demaart
















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