Sonntag1. Februar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Donald «Drumpf» hat das Weiße Haus im Blick

Donald «Drumpf» hat das Weiße Haus im Blick
(Reuters/Scott Audette)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Nach dem Super Tuesday scheint kein Weg mehr daran vorbeizuführen, dass Donald Trump der republikanische Kandidat für die Präsidentschaftswahlen wird.

Trump, Trump, Trump. Immer der gleiche Name, (fast) immer derselbe Mann auf dem Siegertreppchen. Nach dem Super Tuesday hat halb Amerika genug von dem New Yorker Baulöwen, der am Dienstag in fast allen 13 Staaten absahnte.

Zum Glück können Genervte den Namen Trump zum Verschwinden bringen, zumindest auf ihren Web-Browsern. Schon im Vorfeld des grossen Wahltags stellten Trump-Gegner im Internet den «Drumpfinator» bereit, ein Werkzeug zur Elimination von «Trump»: Mit Zusätzen zu Chrome und Firefox, den beiden populärsten Browsern, lässt sich der verhasste Name auf allen Websites zu «Drumpf» zurückverwandeln.

Obama-Konkurrenz?

Auf «Rumpf», «stumpf» und «dumpf» reimte sich der Name von Donalds Grossvater, als er 1885 aus Deutschland in den USA einwanderte. Für Kritiker des Immobilienmoguls ist ein Name wie «Drumpf» disqualifizierend. Der Spruch: «Make Donald Drumpf again» ziert bereits eine im Web erhältliche Baseballmütze.

Zur Feier seiner Siege wählte Drumpf (Trump) den Ballsaal seines Resorts Mar-a-Lago in Palm Beach Florida. Der Saal sieht aus wie die Mischung aus einer Hochzeitskapelle in Las Vegas und dem Spiegelsaal in Versailles:

In Sachen Prunk erinnert er an die griechischen Säulen, die 2008 in Denver die Bühne zierten, auf der der damalige Senator Barack Obama seine Nomination als Kandidat der Demokraten entgegennahm. Die zwei Politiker teilen offenbar eine hohe Meinung von sich selbst.

Warten auf das Wunder

Trumps Sieg ließ die Republikaner auf den Hinterbänken unbefriedigt. Der tief religiöse Neurologe Ben Carson war um Worte verlegen, um zu rechtfertigen, warum er noch länger im Rennen bleiben würde. «Nun, das wissen wir nicht genau», sagte er am Dienstag. Doch er könne ein Wunder nicht ausschließen: «Es gibt immer noch die Möglichkeit, dass die Leute aufwachen, und das hoffen wir.»

Die Hoffnung Ben Carsons erfüllte sich nicht. Er und Millionen von Trump-Kritikern werden am Mittwoch wohl mit Kopfschmerzen aufgewacht sein. Wie die Bevölkerung von Island: Die hatte immerhin am 1. März einen wirklichen «Super Tuesday»: Die Inselrepublik feierte den «National Beer Day».

Duell Trump-Clinton

Bei den Demokraten konnte Sanders am «Super Tuesday» zwar vier der elf Vorwahlen gewinnen, doch der vor allem bei Jungwählern beliebte Senator kann in großen Bundesstaaten mit einer vielfältigen Wählerstruktur nicht überzeugen.

Clinton fuhr dagegen nicht zuletzt wegen ihrer großen Anhängerschaft unter Afroamerikanern in den Südstaaten eindrucksvolle Siege ein. Meinungsforscher sagen für ein mögliches Duell Trump-Clinton im November derzeit einen klaren Sieg für die frühere Außenministerin voraus.

Allerdings dürften die Demokraten gewarnt sein: Die Anti-Establishment-Rhetorik des Milliardärs könnte gerade bei der Berufspolitikerin Clinton gut funktionieren.