Die New Yorker Philharmoniker, bei denen er von 1991 bis 2002 wirkte, würdigten in einer Stellungnahme Masurs Lebenswerk. Während seiner elfjährigen Zeit als Chefdirigent des renommierten US-Orchesters habe Masur neue Standards gesetzt und ein Vermächtnis hinterlassen, dass immer noch nachwirke, erklärte der Präsident der Philharmoniker, Matthew VanBesien.
Der Dirigent, der von 1970 bis 1996 Kapellmeister in Leipzig war, gehörte im Herbst 1989 zu den Unterzeichnern des Aufrufes «Keine Gewalt», mit dem Montagsdemonstranten und Staatsgewalt zum Dialog aufgefordert wurden.
Beisetzung im privaten Kreis
Masur litt in fortgeschrittenem Alter an der Parkinson-Krankheit. Im Frühjahr 2012 brach er sich bei einem Auftritt in Paris das Schulterblatt. Ein Jahr später stürzte er in Tel Aviv und brach sich die Hüfte. Bis zu seinem Tod war er Ehrendirigent in Leipzig.
Die Beisetzung soll nach Angaben der New Yorker Philharmoniker im privaten Kreis stattfinden. Zudem soll es eine öffentliche Gedenkveranstaltung geben.
Zu Demaart
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