Die Jagdsaison in Luxemburg steuert auf ihren Höhepunkt zu. Am 17. Oktober beginnt die Drückjagd-oder Treibjagd-Saison (battue). Sie wird bis zum 31. Januar 2016 dauern. Die Umweltverwaltung betont, dass das ganze Jahr hinüber Hunde bei der Jagd zum Einsatz kommen dürfen, zum Beispiel um das erlegte Wild zu apportieren. Ihr Einsatz um das Wild vor sich her zu treiben ist aber nur während den oben genannten Daten erlaubt.
Während der nächsten Monate heißt es dann wieder «Aufpassen» bei einer Fahrt durch einen Wald. Es muss im Herbst mit vermehrtem Wildwechsel gerechnet werden. Zur Dämmerungszeit soll man deshalb sehr vorsichtig fahren und mit gedrosseltem Tempo durch Waldgebiete unterwegs sein, rät der ACL. Da die Tage im Herbst kürzer werden, sind die Tiere aktiver zu den Zeiten, in denen die Leute zur Arbeit fahren bzw. von der Arbeit kommen.
Ratschläge an die Autofahrer
Taucht ein Tier vor dem Wagen auf, sollte man sofort bremsen. Sollte dies nicht klappen, wird geraten, die Scheinwerfer abzublenden und zu hupen. Auf keinen Fall sollte man versuchen, auszuweichen, da man so das Unfallrisiko erhöht. Kommt es trotzdem zum Crash, soll man sofort die Polizei und gegebenenfalls den Abschleppdienst alarmieren. Der Förster kümmert sich um die fachgemäßen Abtransport des Tieren.
Zur Vorsicht wird auch bei Spaziergängen durch den Wald geraten. Hunde sollen nicht frei laufen gelassen werden. Wanderer und Spaziergänger sollen sichtbare Kleidung tragen und die Wege nicht verlassen. An die Jäger und Treiber geht ebenfalls der Ratschlag, sich so anzuziehen, dass sie gesehen werden. Schließlich geht die Empfehlung an die Landwirte und die Grundbesitzer, jeglichen Wildschaden sofort beim Förster, der Umweltverwaltung und dem Jagdsyndikat zu melden. Auf der Internetseite des Umweltministeriums findet man die diesbezüglichen Formulare.
In diesem Jahr treten des Weiteren neue Regeln in Kraft, was die Treibjagden betrifft. Die Pächter der Jagdparzellen müssen die Jagd bei der Forstverwaltung und der Gemeinde anmelden. Das Datum der Drückjagd und die betroffenen Parzellen werden dann auf der Internetseite www.geoportail.lu eine Woche vor dem Start der Jagd veröffentlicht. Ausnahmen bilden aber Jagden mit weniger als zwölf Teilnehmern und Treibjagden auf Wildschweine, die in einer Frist von weniger als 15 Tagen organisiert werden.
Einige Zahlen…
In Luxemburg gibt es laut Statec 422 Jagdsyndikate und 606 Jagdparzellen. 2013/2014 wurden 309 Hirsche, 5.370 Rehe, 3.388 Wildschweine, 132 Dammhirsche, 519 Kaninchen, 74 Muffel, 47 Hasen, 2.502 Füchse, 663 Waschbären, 894 Enten und 694 Ringeltauben hierzulande geschossen. Für Aufregung sorgte der Beschluss der Regierung, ab Arpil die Fuchsjagd zu verbieten.
Eine Übersicht über die Jagdzeiten findet man hier.
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