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Die Studenten sind nicht überzeugt

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Seit der Ankündigung einer Reform der Studienbeihilfen haben Studentenorganisationen ihre Furcht vor möglichen Verschlechterungen geäußert. Das neue Projekt überzeugt die UNEL nicht. Mit einer Petition will sie in die Offensive gehen.

Auch nach der Erklärung von Premierminister Xavier Bettel zur geplanten Reform der Studienbeihilfen in seiner Rede zur Lage der Nation am Mittwoch ebben die Kritiken nicht ab.
Aus Bettels Rede gehe hervor, dass die neue Regierung Fehler, die 2010 unterlaufen sind, korrigieren wolle, stellt die UNEL fest. Die Studentenorganisation kritisierte bereits im Jahr 2010, dass die damalige Reform soziale Ungerechtigkeiten schaffe.

Anstatt diese Fehler endlich zu beheben, gebe es nun „einheitlich für alle Studierende weniger Geld“, so die Kritik der UNEL. Dies zeige, dass der Premierminister bildungspolitische Maßnahmen nicht als Investition in die Zukunft, sondern als „lästige Ausgaben“ ansehe, heißt es weiter. Des Weiteren sehe die Regierung die Studienkredite als selbstverständlichen Teil der Beihilfen an. Pol Reuter, Präsident der UNEL, ist anderer Meinung: „Man erwartet von Studenten, dass sie sich schon während des Studiums hoch verschulden.“ Recht habe Bettel mit seiner Feststellung, dass die Situation der Studierenden heute eine andere sei.

Das Problemn der Verschuldung

Die Angst vor Arbeitslosigkeit sei größer und realer als noch vor 30 Jahren. Es sei deshalb wichtig, den Studierenden eine Unterstützung zu garantieren, damit sie ohne Schulden ins Arbeitsleben starten können, fordert die UNEL. Die Schlussfolgerung, Studentenbeihilfen zu kürzen mit dem Argument, dass die Aufnahme eines Kredits bei Bedarf immer noch eine Option sei, sei „schlichtweg falsch“.

Milena Steinmetzer von der UNEL kritisiert: „Die Überlegung der Regierung, dass bei finanziellen Problemen ein Studentenjob die Lösung sei, ist realitätsfremd, da in den meisten Fällen Studium und Nebenjob nicht unter einen Hut zu bringen sind.“ Die UNEL lehnt zahlreiche Aspekte der neuen Reform kategorisch ab. Die Kürzungen bezeichnet die Studentenorganisation als „unverantwortlich und falsch“.
Um sich Gehör zu verschaffen und noch Abänderungen bei der geplanten Reform erreichen zu können, hat die UNEL letzte Woche eine Petition zum Thema Studienbeihilfen gestartet.
Informationen und der Link zur Petition sind unter folgendem Link zu finden: http://www.unel.lu/2014/03/506/