Hersteller schummeln gern bei Verpackungen und machen diese größer als nötig. Das zeigen Scans von Konsumentenschützern. Die Produkte gibt es auch in Luxemburg.
Die Verpackung dieses Galbani-Mozzarella ...
(Verbraucherzentrale Hamburg)
... ist nur zur Hälfte gefüllt. (Verbraucherzentrale Hamburg)
... in großzügig bemessener Verpackung. Luftanteil: 35 Prozent. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Diese Sauce zu Schweinebraten ... (Verbraucherzentrale Hamburg)
... kommt unter dem Röntgenbild etwas mickrig daher. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Auch diese Bratensauce besticht nicht durch ... (Verbraucherzentrale Hamburg)
.... optimale Auslastung ihrer Verpackung. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Bei diesem Hersteller ist die Verpackung zur Hälfte leer. (Verbraucherzentrale Hamburg)
(Verbraucherzentrale Hamburg)
... hat einen Luftanteil von 59 Prozent. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Der Luftanteil bei diesen Truffes beträgt laut Verbraucherzentrale 54 Prozent. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Babynahrung mit einem Luftanteil von 59 Prozent. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Waschmittel werde durch die Erschütterungen beim Transport zusätzlich verdichtet, sagen die Hersteller. Dennoch: Diese Packung besteht zu einem Fünftel aus Luft. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Diese Cashewnüsse ... (Verbraucherzentrale Hamburg)
... haben noch viel Luft nach oben. Luftanteil: 27 Prozent. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Mini-Salamis ... (Verbraucherzentrale Hamburg)
Schokolade, Waschmittel, Nüsse: Die Verbraucherzentrale Hamburg legte verschiedene Lebensmittel und Drogerieartikel ins Röntgengerät. Und förderten dabei zum Teil haarsträubende Ergebnisse zu Tage.
Bei 15 der 24 geröntgten Artikel lag der Luftanteil über der in Deutschland prinzipiell erlaubten 30-Prozent-Marke, teilt die Zentrale mit. Sieben Produkte erreichten gar Werte von über 50 Prozent. Im Schnitt enthielten die Produkte der Stichprobe 38 Prozent Luft. Verschiedene Produkte gibt es auch in Luxemburg zu kaufen.
Unterfüllung
Die Verbraucherzentrale schreibt, dass die Mogelpackungen einerseits Kunden hinters Licht führen, sich andererseits auch negativ auf die Umwelt auswirken. «Ressourcen werden verschwendet, überflüssiger Verpackungsmüll wird produziert und der Transport der Lebensmittel ist weniger effizient.»
Die Dimension einer systematischen Unterfüllung wird leicht unterschätzt. Dabei kann schon ein Gramm weniger, das den einzelnen Verbraucher kaum stören wird, einen riesigen finanziellen Unterschied machen. So hat ein Schokoladenhersteller zum Beispiel eine tägliche Produktion von 2,5 Millionen 100-Gramm-Tafeln an 200 Arbeitstagen im Jahr. Bei einer Unterfüllung von nur einem Gramm und einem Ladenpreis von 55 Cent zahlen die Verbraucher 2,75 Millionen Euro zu viel, heißt es von der Verbraucherzentrale.
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