In den letzten fünf Jahren habe sich die durchschnittliche Lebenserwartung um 1,9 Jahre erhöht, betont der Statec in einer Mitteilung. Die Lebenserwartung steigt bei den Männern aber schneller, als bei den Frauen, so das statistische Amt weiter. Seit 1972/1974 hätten die Männer 12,2 Jahre dazugewonnen, Frauen jedoch nur 9,8 Jahre. Starben Männer vor etwa 40 Jahren noch sieben Jahre früher als Frauen, verlassen sie die Erde jetzt nur noch etwa 5 Jahre eher als die Frauen.
Vor allem die Fortschritte in der Medizin, in der Alltagshygiene oder bei den Arbeitsbedingungen seien die Hauptgründe für diese Entwicklung, heißt es. Der Lebensstil der Frauen würde sich immer mehr an den der Männner anpassen, mit allen Nachteilen, wie Stress, Alkohol- und Tabakkonum. Dies erkläre die langsamere Erhöhung der Lebenserwartung beim sogenannten «schwachen Geschlecht».
Frauen vorn
Es sei vor allem in der Altersgruppe der über 60-Jährigen, wo die Lebenserwartung am meisten gesteigert wurde. Parallel sinkt die Kindersterblichkeit. In der Periode 2010/2012 starben lediglich 2,7 der Mädchen und 4 Prozent der Jungen vor ihrem ersten Lebensjahr. Auch die Sterberate bei den Jugendlichen sei gering, erklärt der Statec. Ab 10 Jahren steige aber das Sterberisiko langsam an.
Ein Viertel der Männer stirbt innerhalb ihrer ersten 64 Lebensjahre. Bei den Frauen steigt dieses Alter auf 74 Jahre. Die Hälfte der Todesfälle ereignet sich vor dem 75. Lebensjahr bei den Männern und vor dem 83. Lebensjahr bei den Frauen. Zwischen 2010 und 2012 lag der Altersrekord bei den Männern bei 105 und bei den Frauen bei 107 Jahren.
Altes Japan
Die Sterberate ist Schwankungen unterworfen. Seit 2008 erhöht sich die Zahl der Sterbefälle. 2012 starben in Luxemburg 3.876 Menschen. Etwas mehr als die Hälfte der Todesfälle betrifft Frauen.
Im internationalen Vergleich steht Luxemburg gut da. Japanerinnen werden mit durchschnittlich 86 Jahren am ältesten, vor den Qatarinnen mit 83 Jahren. In Europa werden Französinnen (85,7 Jahre), Italienerinnen (85,3 Jahre) und Spanierinnen (84,4 Jahre) am ältesten, vor den Luxemburgerinnen mit 84,3 Jahren. Der EU-Durchschnitt liegt bei 83,2 Jahren. In Lettland, Ungarn, Rumänien, und Bulgarien liegt die Lebenserwartung unter 79 Jahren.
Bei den Männern liegt Luxemburg (79,5 Jahre) auf dem dritten Platz, hinter Italien (80,1 Jahre) und Schweden (79,9 Jahre). Die Lebenserwartung bei den Männern liegt in Lettland und in Litauen aber unter 69 Jahren.
Zu Demaart
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