Wo noch 2014 zum selben Zeitpunkt 107.340 Einwohner gezählt wurden, waren es am 31. Dezember des vergangenen Jahres 3.159 mehr. Vor Rund 15 Jahren lag die Einwohnerzahl der Stadt Luxemburg noch bei 80.939. Die gesamte Einwohnerzahl ist in 66.111 Haushalte aufgeteilt.
„Die Stadt wächst ständig und mit dem Wachstum kommen auch jeden Tag Nicht-Luxemburger zu uns“, so Polfer. 33.314 (30,15 Prozent) Luxemburger werden gezählt, gefolgt werden diese von den Franzosen (18.540), den Portugiesen (13.370), den Italienern (7.215), den Belgiern (4.554), den Deutschen (3.979), den Spaniern (2.959) und den Briten (2.417). Die meisten Einwohner der Hauptstadt stammen aus Ländern der Europäischen Union (102.511). Insgesamt wurden aber Menschen aus 160 Nationen verzeichnet. Die ausländische Bevölkerung besteht in der Gemeinde Luxemburg aus knapp 70 Prozent. Im Viertel Cents wohnen die meisten Luxemburger (51,88 Prozent) und im Bahnhofsviertel wurden die meisten Ausländer verzeichnet (84,22 Prozent).
Geburten und Sterbefälle
„Auch interessant ist die Zahl der Geburten und der Sterbefälle, denn dies erklärt, warum die Bevölkerung in der Hauptstadt derart gewachsen ist. Vergangenes Jahr wurden 577 Sterbefälle und 1.253 Geburten gezählt“, betont Bürgermeisterin Polfer. Hingegen zogen 4.254 Menschen aus anderen Gemeinden nach Luxemburg und 5.704 Einwohner zogen in andere Gemeinden des Landes. Vor allem wichtig für die Organisation der Schulen und der Foyers scolaires ist laut Polfer, dass 8.898 Einwohner innerhalb der Stadt demnach in ein anderes Viertel umgezogen sind.
Baustellen
„Weil die Bevölkerung ständig wächst, müssen ebenfalls die Infrastrukturen angepasst werden. Die Hauptstadt zählt jede Menge Baustellen und jede einzelne ist notwendig, um die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern“, erklärte Polfer. Eine dieser Baustellen soll im Sommer fertiggestellt sein.
Im Kern der Altstadt vor allem in der rue Sigefroi mussten jede Menge unterirdische Arbeiten getätigt werden. So wurden hier neue Wasser- und Abwasserkanale verlegt sowie neue Gas- und Glasfaserleitungen. Laut dem Verantwortlichen der „Voirie“, Claude Walisch, sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen. Es bleibt nur noch die oberste Schicht, also der Belag. Hier setzt man auf einen hellen granitartigen Stein, wie er bereits in der rue de l’Eau zu finden ist.
Verkehrsberuhigung
„Bis Sommer sind alle Arbeiten abgeschlossen. Im September dann wird das Teilstück zwischen der Abgeordnetenkammer und der rue Sigefroi, also die rue du Roost in Angriff genommen. Auch hier soll derselbe Stein beim Belag zum Einsatz kommen. Dieser dient der Verkehrsberuhigung“, so Walisch. Auch Bürgersteine wird es keine mehr geben.
Es soll eine Art „Shared Space“ für Autofahrer und Fußgänger entstehen. Zudem kann man so die Attraktivität der Stadt Luxemburg steigern, nicht nur für die Einwohner, sondern ebenfalls für Touristen. Bis Sommer des kommenden Jahres sollen diese Arbeiten andauern.
Lydie Polfer unterstrich, dass auch die rue du Nord in Zukunft erneuert wird. Dies aber erst, wenn die Arbeiten des Parkhauses Knuedler abgeschlossen sind.
Neudorf
Eine weitere Baustelle, über die es im City Breakfast Details gab, ist in der rue de Neudorf. 2006 haben dort die Arbeiten bereits angefangen. Doch nun geht man in die heiße Phase. Von 2006 bis heute wurden vor allem Bodenproben und Studien in Auftrag gegeben.
Der Verantwortliche, Marco Maller erklärte, dass man hier nicht die gesamte Straße aufgraben wollte um die neue Abwasserkanäle zu verlegen. Die Arbeiten werden unterirdisch und per Bohrungen getätigt. „Auch wenn die eigentlichen Arbeiten erste jetzt anfangen rechnen wir damit, dass in spätestens zwei Jahren alle Kanäle verlegt wurden“, so Maller. Gearbeitet wird von 7.00 – 19.00 Uhr. Der Verkehr wird per Ampeln geregelt. Der Kostenpunkt beträgt 19,5 Millionen Euro für das 1.500 Meter lange Teilstück der rue de Neudorf zwischen Clausen und der ehemaligen Brauerei Henri Funck.
Jede Menge Fahrräder
Anschließend betonte Verkehrsschöffin Sam Tanson, dass die „mobilité douce“ genau so wie die Einwohnerzahl ständig steigen würde. Über 12 Zählstellen wird auf dem Gebiet der Hauptstadt ständig der Fahrradverkehr gezählt. 1.003.839 Mal wurden diese Schnittstellen vergangenes Jahr überquert. Dies ist ein Plus von 8,44 Prozent im Vergleich mit 2014. Die Verantwortlichen der Gemeinde zählen zur Zeit 7.000 Abonnenten beim Fahrradverleihsystem Velo’h. „Auch in Zukunft wollen wir weiterhin auf diese Art von Verkehrsmittel setzen. Das entlastet nicht nur die Umwelt sondern ebenfalls den Autoverkehr“, so Tanson.
Lydie Polfer erwähnte noch, dass im Frühjahr also ab April wieder jeden ersten Sonntag im Monat die sogenannten „vide-greniers“ wieder stattfinden werden. Ab den 1. März kann man sich über die Internetseite vdl.lu einschreiben um einen Stand für 10 Euro zu mieten. Nicht zu vergessen ist ebenfalls, dass die Busse an jenen Tagen gratis sind.
Abschließend erklärte die Bürgermeisterin, dass die Drogenproblematik im Bahnhofsviertel bereits besser wurde. Die „Task-force“, die am kommenden Freitag zwischen dem Minister und den Gemeindeverantwortlichen stattfinden sollte ist aber auf den 11. März vertagt worden. Dann wird eine Bilanz über die verstärkte Polizeipräsenz gezogen.
Zu Demaart
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