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Die Hauptstadt bekommt einen Turm

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Im City Breakfast vom Mittwoch kündigte Bürgermeisterin Lydie Polfer an, dass im Sommer der City Skyliner nach Luxemburg kommen wird.

«Im Sommer, kurz nach dem Nationalfeiertag, wird die Hauptstadt um eine Attraktion reicher sein. Vom 28. Juni bis zum 8. August macht der City Skyliner Station in Luxemburg. Der Turm wird auf der Place de la Constitution errichtet, dort wo beim Weihnachtsmarkt das Riesenrad steht», so die Bürgermeisterin Lydie Polfer.

Warnung

Lydie Polfer warnte anlässlich des City Breakfast ebenfalls vor der Internetseite www.etatcivil.lu. «Auf dieser Seite werden Dokumente zu teuren Preisen angeboten. Die offiziellen Papiere wie beispielsweise der Geburtsschein oder andere Urkunden sind zwar echt, allerdings bekommt man den gleichen Service im Bierger-Center für weniger Geld», so Polfer.

Mit seiner Gesamthöhe von 81 Metern ist der Turm der höchste mobile Aussichtsturm der Welt. Die Attraktion kommt zum ersten Mal nach Luxemburg. Die Gondel, die 60 Personen transportieren kann, bietet eine unvergessliche Sicht nicht nur über die Stadt Luxemburg, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus. Bei gutem Wetter versprechen die Verantwortlichen bis zu 29 Kilometern Sichtweite.

Keine Kosten für die Stadt

«Die Plattform ist durch Glasscheiben gesichert und trotzdem muss man schwindelfrei sein», erklärt Lydie Polfer. Der weltweit einmalige Tower war bereits bei vielen großen Veranstaltungen wie zum Beispiel in Brüssel, Hamburg, Stockholm oder Wien einer der Hauptattraktionen. Die Fahrt mit dem 270 Tonnen schweren Skyliner dauert insgesamt sieben Minuten. Die Gesamthöhe von 81 Metern macht den Turm zum weithin sichtbaren Eye Catcher.

Lydie Polfer betont ebenfalls, dass die Gëlle Fra «nur» 23 Meter misst. Der Boarding Pass des City Skyliners ist nicht nur die Eintrittskarte zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Er gibt den Fahrgästen auch Rabatt an der Skyliner Bar. Der Eintritt soll, so Bürgermeisterin Polfer nicht teurer sein als eine Fahrt mit dem Riesenrad auf der Schueberfouer, also sieben Euro. «Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf null Euro, da es ein kommerzielles Geschäft ist», so Lydie Polfer. Mit 13 Sattelschleppern wird der Turm nach Luxemburg transportiert. Sechs davon sind Schwertransporte, da sie ein Gewicht von über 40 Tonnen und eine Länge von über 23 Metern haben.

«Wir warten ungeduldig auf die Tram»

Lydie Polfer ging anschließend auf die Verkehrsproblematik im Viertel Limpertsberg ein. Sie erklärte, dass der Verkehr nicht nur dort, sondern in allen Viertel ständig steigen würde. «Deswegen warten wir ungeduldig auf die Tram. Zusammen mit den anderen öffentlichen Verkehrsmitteln hoffen wir, dass die Situation sich in Zukunft verbessern wird», so die Bürgermeisterin. Ein wichtiger Faktor seien aber nicht nur die zahlreichen Arbeitsplätze auf Limpertsberg, sondern auch die einzelnen Schule in dem Viertel.

Laut den Gemeindeverantwortlichen sollen bis 2020 etwa 3.000 Schüler weniger auf Limpertsberg sein. Dies hat mit dem Umzug vom Lycée technique du Centre und des Lycée Vauban zu tun. Darüber hinaus sind die Gemeindeverantwortlichen dabei einige Plätze in dem Viertel zusammen mit den Einwohnern, umzuplanen. «Wir wollen die Bürger mit einbinden und ihnen ihr Viertel so gestalten wie sie es sich wünschen», so Polfer. Die Verkehrsschöffin, Sam Tanson betonte darüber hinaus, dass das Projekt «Vivre sans voiture» und die zahlreichen Möglichkeiten auf das Fahrradverleihsystem Veloh zurückzugreifen auch zur Verkehrsberuhigung in dem Viertel beitragen würden.

«Wir konnten Obdachlosen helfen»

Die Bürgermeisterin informierte ebenfalls darüber, dass der überarbeitete allgemeine Bebauungsplan am 28. April im Gemeinderat gestimmt wird.

Was den Platzverweis angeht betonten die Gemeindeverantwortlichen, dass die Situation sich bereits gebessert hat. «Durch Projekte wie Streetworker und dem Bistrotsocial konnten wir einigen Obdachlosen helfen. Die organisierte Bettelei aber besteht weiterhin. In Zusammenarbeit mit der Polizei und der Justiz wollen wir diese aber in den Griff bekommen», sagte Polfer.