Die gelben Blüten sehen harmlos aus. Doch Jakobskreuzkraut, in Luxemburg auch «Jakobsstaf» oder «Jakobsblumm» genannt, ist giftig. Verantwortlich dafür sind die in der Blüten enthaltenen Alkaloide. Sie verursachen bei Tieren Schmerzen im Magen- und Darmbereich sowie Leberschäden. Pferde und Rinder reagieren auf das Kraut empfindlicher als Schafe und Ziegen. Ist die Pflanze ausgewachsen, wird sie meist nicht mehr gefressen.
In unserer Landschaft die immer ärmer an Blüten wird, leistet das Jakobskreuzkraut aber auch einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität, heißt es am Freitag von natur&ëmwelt.
100.000 Samenkerne
Bis zu 200 Insektenarten nutzen den Pollen der Pflanze als Nahrung oder besuchen sie zur Fortpflanzung. Eine Ausrottung der Pflanze ist aus diesen Gründen weder notwendig, noch sinnvoll, heißt es weiter.
Vor allem auf Wiesen die zur Heuproduktion dienen sollte das Jakobskreuzkraut allerdings entfernt werden, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden, heißt es von den Umweltexperten. Entscheidend sei deshalb, die Samenbildung zu verhindern, damit sich das Kraut nicht weiter ausbreiten könne. Mehr als 100.000 Samen kann eine einzelne Pflanze ausbilden.
Nicht essen
Eine direkte Gefahr für den Menschen besteht nur, wenn man die Pflanze isst oder Tee trinkt, der Teile davon enthält. Grundsätzlich sollte man daher nur solche Pflanzen pflücken und zu sich nehmen, von denen man sich sicher ist, dass sie genießbar sind.
Das Jakobskreuzkraut wird zwischen 30 Zentimetern und einem Meter groß und hat ähnliche Blätter wie der Löwenzahn.
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können