Nach einer Woche Prozesspause geht es am Montag weiter im Bommeleeër-Prozess. Noch immer beschäftigt sich das Gericht mit der damals «heißen» Spur Ben Geiben und seiner dubiosen Beschattung sowie dem Anschlag auf das alte Palais de Justice im Oktober 1985.
Ben Geiben, damals nicht mehr in der Gendarmerie, sollte nach Luxemburg gelockt und überwacht werden. Wenig später tauchte er auch auf und im gleichen Zeitraum explodierte ein Sprengsatz vor dem Justizgebäude. Das Gericht will Licht ins Dunkel bringen, warum die Observation gegen Geiben plötzlich abgebrochen wurde und warum sich viele Offiziere nicht mehr an die Details zu der Observation und den Anschlag erinnern können oder auch wollen.
Zahlreiche Zeugen
Wichtige Zeitzeugen von damals müssen diese Woche vor Gericht antreten. Sie hatten damals hohe Posten im Luxemburger Sicherheitsapparat und waren wichtige Entscheidungsträger bei der Aufklärung oder auch Nichtaufklärung und Verfolgung der Bommeleeër. Als Zeugen müssen vor Gericht unter anderem der damals Verdächtige Ben Geiben, sowie die Gendarmerieoffiziere Armand Schockweiler, Marc Zovilé, Pierre Reuland, Guy Stebens, Armand Schockweiler und der damalige Gendarmerie-Chef Aloyse Harpes aussagen.
Einige Namen werden in einem Atemzug mit möglichen Vertuschungs- und Täuschungsaktionen genannt So zum Beispiel die Observation von Geiben. Nur ein kleiner Kreis war darüber informiert. Die Justiz blieb damals außen vor, obwohl das eigentlich ihre Aufgabe war. Die Richter werden dazu viele Fragen haben.
Zu Demaart
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