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Die Asche stellt ein großes Problem dar

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Vor etwa drei Jahren sorgte eine illegale Mülldeponie bei Bissen für Schlagzeilen. Die dort entdeckten Reifen sind weg, sie wurden angeblich verbrannt. Probleme bereitet jetzt die verseuchte Asche.

Im November 2011 wurde zwischen Bissen und Boewingen am Ort genannt Kallekshaff eine illegale Abfall-Deponie entdeckt. Ungefähr 45.000 Kubikmeter Müll, darunter viele Reifen, waren dort entsorgt worden. Die damalige Regierung hatte angekündigt, so schnell wie möglich diese Abfallhalde zu beseitigen. Es waren ebenfalls Bodenproben entnommen werden, um zu sehen ob eine tief gehende Sanierung notwendig ist. Die Arbeiten sollten in diesem Sommer anfangen. Die Sanierung sollte etwa 100.000 Euro kosten.

Der CSV-Parlamentarier Marco Schank will nun von der Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) wissen, ob dieser Zeitplan eingehalten wurde und was jetzt genau dort passieren wird.

Schwarze Schicht

In ihrer Antwort betont die Ministerin, dass die Analysen und Ermittlungen, die 2012 und 2013 durchgeführt wurden, ergeben hätten, dass die Reifen auf der illegalen Deponie verschwunden sind. Es wurde hingegen eine schwarze Schicht von verbrannten Reifen entdeckt. Chemische Analysen hätten aber ergeben, dass sie nicht giftig sei. Auch sei keine Verunreinigung des Grundwassers festgestellt worden.

Es sei aber Asche am Fuße der ehemaligen Müllhalde gefunden worden, so Dieschbourg weiter. Darin sei eine hohe Zink-Konzentration festgestellt worden. Auch wurde PCB (polybromiertes Biphenyl) und Kohlenwasserstoff gefunden, aber in weniger hoher Konzentration. Da diese Asche sich in einer Überflutungszone befindet wurde ihre sofortige Entsorgung empfohlen. Mehrere Taktiken wurden ausgearbeitet, um die Asche abzutransportieren ohne den Wald in Mitleidenschaft zu ziehen. Ein definitive Entscheidung über die Technik, die verwendet werden soll, stehe aber noch aus. Es bestünden noch Risiken und Nachteile, unter anderem für den Umweltschutz. Zurzeit würde man deshalb über andere Methoden nachdenken, wie die verseuchte Asche behandelt werden könne.

Die Kostenvoranschläge der Firmen reichen in diesem Zusammenhang von 337.000 Euro bis 409.000 Euro. Darin seien die 100.000 Euro für die Evakuierung der anderen Reststoffe enthalten, betont die Ministerin. Dazu kämen aber noch die Kosten der Planungsbüros, der Laboratorien, der Forstbetriebe, der Verkehrsbüros… sodass die ganze Sanierung zwischen 400.000 und 500.000 Euro kosten wird.