Über acht Jahre lang soll ein Beamter im Landwirtschaftsministerium via Ackerbauverwaltung illegal seiner Frau Prämien für den landwirtschaftlichen Betrieb in Höhe von insgesamt 350.000 Euro zugeschoben haben. Über diesen Korruptionsfall berichtete vergangene Woche das «Luxemburg Wort». Die Direktion der Ackerbauverwaltung fühlt sich missverstanden und reagiert erneut auf den Vorfall. Die Verwaltung dementiert, dass die Prämie in Höhe von 350.000 Euro «keine große Summe» sei. In einer Mitteilung vom Dienstag spricht man von einer «enormen Summe».
Die Behörde beruft sich jetzt auf EU-Regeln, wonach im Fall von Betrug die gesamte Summe zurückbezahlt werden muss. Der Beamte hatte seiner Frau zwischen 2005 und 2013 illegal die Prämien zukommen lassen. Es dauerte allerdings acht Jahre, bis die Ackerbauverwaltung den Betrugsfall bemerkte. Der zuständige Beamte aus der «unité de contrôle» im Landwirtschaftsministerium wurde inzwischen versetzt. Gegen ihn läuft derzeit ein Straf- sowie Disziplinarverfahren.
Die Ackerbauverwaltung will nach eigener Aussage durch solche Vorkommnisse nicht in «negative Schlagzeilen» geraten. Schließlich würden die Leistungen der Luxemburger Landwirtschaft allgemein hoch eingeschätzt, heißt es weiter.
Zu Demaart
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