Montag26. Januar 2026

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Dicke Luft in London

Dicke Luft in London
(AFP/Leon Neal)

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In der Innenstadt von London tragen jetzt mehrere Statuen berühmter Persönlichkeiten Atemschutzmasken.

Die Statue von Admiral Nelson auf dem Londoner Trafalgar Square, die geflügelte Eros-Figur auf dem Piccadilly Circus und das Bronzestandbild des Fußballers Thierry Henry vor dem Stadion von FC Arsenal – sie alle trugen am Montag Atemmasken aus Protest gegen die Luftverschmutzung.

Insgesamt rüstete die Umweltschutzorganisation Greenpeace 17 Monumente in der britischen Hauptstadt mit Schutzmasken aus. Die spektakulärste Aktion konnten zwei Greenpeace-Mitglieder für sich verbuchen, die gegen vier Uhr morgens die 52 Meter hohe Nelson-Säule erklommen – unter den Augen von Rettungssanitätern und Polizisten. Diese nahmen die Kletterer fest, sobald sie wieder am Boden waren.

Scotland Yard zufolge gab es im Zusammenhang mit dem ungewöhnlichen Umweltprotest insgesamt acht Festnahmen. Die Greenpeace-Aktivistin Areeba Hamid erklärte, jährlich gebe es im Vereinigten Königreich 40.000 Tote durch Luftverpestung, 10.000 davon allein in London. Wie auch immer die Bürgermeisterwahl in der Hauptstadt am 5. Mai ausgehe, danach sei ein Neuanfang unbedingt erforderlich, sagte sie. Worten müssten Taten folgen.