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«Deutlich unter zwei Grad»

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In dramatischen Worten haben Frankreichs Präsident François Hollande und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon um Zustimmung für das in den vergangenen zwei Wochen ausgehandelte weltweite Klimaschutzabkommen geworben.

«Dieses Abkommen wird ein großer Schritt für die Menschheit sein», sagte Hollande am Samstag auf der UN-Klimakonferenz in Le Bourget bei Paris. «Es liegt jetzt an Ihnen zu entscheiden», rief er den Delegierten zu. «Das Ende ist in Sicht, lasst uns nun die Arbeit beenden», sagte Ban. «Nationalen Interessen wird dann am besten gedient, wenn alle im Interesse der internationalen Gemeinschaft handeln.» Hollande und Ban warnten zugleich beide vor einem Scheitern. «Dies kann heute ein historischer Tag sein, aber auch der Tag eines massiven Niedergangs für die Menschheit.»

Der finale Entwurf für den Klimavertrag.(? Link)

Frankreichs Außenminister und Konferenzpräsident Laurent Fabius hatte den Text für das geplante Abkommen zuvor den Delegierten vorgestellt. Der in die sechs UN-Sprachen übersetzte Text wurde in schriftlicher Form am frühen Nachmittag vorgelegt. Die Delegierten quittierten den Auftritt von Fabius mit großem Beifall.

«Historische Verantwortung»

«Wir sind fast am Ende des Weges», sagte auch er. Die Delegierten hätten nun «eine enorme historische Verantwortung». Die Folgen eines Fehlschlages wären immens: «Unsere Kinder würden uns nicht verstehen, noch würden sie uns vergeben.» Die Beratungen im Plenum sollen demnach um 15.45 wieder aufgenommen werden. Die Delegierten aus 195 Staaten müssen das Abkommen dann billigen, mit dem die Erderwärmung «deutlich unter zwei Grad», möglichst 1,5 Grad begrenzt werden soll.

Luxemburgs Umweltministerin Carole Dieschbourg mit einer Delegation kurz vor der Vorstellung des Abschlusstextes:

15.000 Demonstranten erwartet

Zum Abschluss des Weltklimagipfels erwartet die französische Polizei an diesem Samstag bis zu 15.000 Demonstranten in Paris. Gegen Ausschreitungen werde man konsequent vorgehen, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP den Präfekten von Paris Michel Cadot. Die Kundgebungen, zu denen mehrere Umweltschutzorganisationen aufgerufen haben, sollten an drei verschiedenen Orten stattfinden.

Die größte Demonstration wurde nachmittags vor dem Eiffelturm erwartet. Rund 2000 Sicherheitskräfte waren mobilisiert. Man wolle den Umweltschutzorganisationen die Möglichkeit geben, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen, sagte der Präfekt laut AFP. Nach der Attentatsserie in der französischen Metropole am 13. November herrschte landesweit zunächst Demonstrationsverbot.

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