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Details über «Bunga Bunga»

Details über «Bunga Bunga»
(dpa)

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Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi sieht sich im Sexprozess um ein marokkanisches Escort-Girl mit neuen Zeugenaussagen konfrontiert.

Italienische Medien veröffentlichten am Mittwoch weitere Berichte über die Feste bei Berlusconi. Sie stammten von zwei Frauen, die im August 2010 knapp 18-jährig einen Abend auf dem Anwesen des Regierungschefs in Arcore bei Mailand verbracht haben wollen. Sie berichten über pikante Details auf den «Bunga Bunga» genannten Festen des Regierungschefs.

Berlusconis Anwälte Piero Longo und Niccolo Ghedini wiesen die Berichte als völlig haltlos und unbegründet zurück. Die Mailänder Staatsanwaltschaft, die sich mit dem Fall «Ruby» befasst, sprach hingegen von wichtigen Erklärungen, «um den Kontext zu erhellen». Den Medienberichten zufolge haben sich die beiden jungen Frauen freiwillig bei der Staatsanwaltschaft gemeldet. Berlusconi hatte immer beteuert, bei seinen Festen sei es völlig harmlos zugegangen.

«Schmutzige Witze»

Wie die junge Marokkanerin «Ruby» seien sie über den Chef von Berlusconis TV-Sender Rete 4, Emilio Fede, an die Dinner-Einladung in der Villa gekommen, berichteten die Frauen. Schon während des Abendessens – begleitet von «schmutzigen» Witzen des Premiers – hätten die anwesenden anderen Mädchen angefangen, ihre Brüste zu entblößen, zitierte die Zeitung «La Repubblica» eine der Zeuginnen. Berlusconi habe sie angefeuert, auch den Neulingen beim Ausziehen zu helfen.

In einer zur Villa gehörenden Disco hätten die Mädchen auf «ordinäre Weise» getanzt, berichtete eine der beiden Frauen, «viele haben ihre kurzen Röcke hochgezogen». Einige seien als Krankenschwester verkleidet, einige völlig nackt gewesen.

«Ruby Rubacuori»

Der spektakuläre Prozess gegen den Mailänder Medienmogul wegen Amtsmissbrauch und Sex mit der damals minderjährigen marokkanischen Prostituierten «Ruby Rubacuori» (Ruby Herzensdieb) war am Mittwoch vor einer Woche eröffnet und bereits nach fünf Minuten auf Ende Mai vertagt worden.