Erst aus der Luft wird der enorme Schaden nach dem Erdrutsch sichtbar. Über hunderte von Meter ist der Schlackehügel der Firma Cloos abgesackt. Es sieht aus wie nach einem Erdbeben. Tausende Kubikmeter an Schlacke, Bauschutt und anderen Materialien haben sich am Donnerstagabend am Westhügel in Bewegung gesetzt.
Immer noch gibt der Berg nach. Dumpfe Geräusche klingen aus dem dirketen Umfeld des Erdrutsches. Die rue de Mondercange gibt es nicht mehr. Die Verbindungstraße wurde regelrecht aus ihren Fugen gehoben. Auch unterirdische Leitungen entlang der Straße sind betroffen. Ein Glasfaserkabel für Internet und TV wurde zerstört. Auch eine wichtige Stromleitung droht unterbrochen zu werden.
Sperrgürtel
Statiker und andere Experten sind vor Ort. Sie vermessen zur Stunde die Erdbewegungen. An der Unglücksstelle herrscht akute Lebensgefahr. Rettungskräfte und Polizei haben das Gebiet weiträumig abgesperrt. Sie warnen vor Betreten des Sperrgürtels. Innenminister Dan Kersch spricht von einer «ernsten Lage». Eine Behindertenschule unweit des Schlackehügels wurde bis auf weiteres geschlossen.
Noch ist völlig unklar, was den gewaltigen Erdrutsch auslöste. Die Regierung reagierte am Freitagnachmittag in einer ersten Mitteilung. Demnach habe sich die Firma Cloos an alle Auflagen gehalten. Entsprechende Kontrollen hatten nichts zu beanstanden. Der Sachschaden geht allerdings in die Millionen. Noch ist unklar, wer dafür aufkommen wird. Die Untersuchungen vor Ort laufen.
Zu Demaart





















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