«Der letzte der großen Bosse ist gefallen», sagte Santos am Dienstagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz. Daniel «Loco» Barrera sei nach monatelangen Ermittlungen in der venezolanischen Stadt San Cristobal gefasst worden. Die Behörden der USA und anderer Länder hätten die Ermittlungsarbeit unterstützt.
Der kolumbianische Polizeichef Jose Roberto Leon sagte der Nachrichtenagentur AP, der 50-jährige Barrera habe bei seiner Festnahme im Nachbarstaat keinen Widerstand geleistet. Er rechne damit, dass Venezuela Barrera ausliefern werde. Barrera war einer der meistgesuchten Männer Kolumbiens. Im vergangenen Jahr setzten die Behörden eine Belohnung von 2,7 Millionen Dollar für Hinweise auf seinen Aufenthaltsort aus. Ob Hinweise zu seiner Festnahme eingingen, wollten die Behörden nicht sagen.
Aus US-Behördenkreisen verlautete, Berraras Bande versorge das mexikanische Sinaloa-Kartell mit Kokain, das die Droge dann weiter in die USA schmuggelt. Es ist die dritte Festnahme eines Drogenbosses innerhalb eines Jahres. Im Juni nahm die Polizei in Venezuela der 41-jährigen Diego Perez Henao fest. Er wurde nach wenigen Wochen nach Kolumbien ausgeliefert. Im November ging der 39-jährige Maximilian Bonilla Orozco in Venezuela ins Netz, er wurde im Dezember direkt an die USA ausgeliefert.
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