Montag12. Januar 2026

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Der «kleine» Wahlgewinner

Der «kleine» Wahlgewinner
(Fabrizio Pizzolante)

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"Casino syndical" in Bonneweg. Das war die Adresse, zu der "déi Lenk" geladen hatte, um einen zweiten, möglicherweise einen dritten Sitz zu feiern. Der dritte wurde knapp verpasst.

Serge Urbany ist nicht mehr alleine. Was ihn sichtlich freute. Nicht dass ihm die Parlamentsarbeit alleine keinen Spaß gemacht hätte. Doch jetzt kommt es ja zur personellen Verdoppelung der Linken im Parlament. An die Seite Urbanys rückt Justin Turpel, dem damit das Verdienst zukommt, erster gewählter Parlamentarier der Linken im Bezirk Zentrum zu sein.

Was dies für die Chamber-Kollegen der anderen Parteien bedeutet, umreißt Urbany folgendermaßen: Mit zwei Abgeordneten werde sich der Einsatz von «Déi Lénk» in der Chamber nicht verdoppeln, sondern vervierfachen. Das ist fast schon Fraktionsstärke; wenn man denn den angekündigten Arbeitseinsatz zugrunde legt. Aber auch realiter befindet sich «Déi Lénk» auf dem Weg zur Fraktion; wenn auch gemächlich, so doch stetig.

Substanzielle Gewinne

Am dritten Sitz ist man dabei wohl nur knapp vorbeigeschlittert. Im Süden hat es nicht ganz gereicht. «Zu viel LSAP-Gerede für den sogenannten ‚vote utile'», meinte einer der anwesenden Linken-Politiker. Aber Verdruss über eine verpasste Chance, den suchte man am Sonntagabend in Bonneweg vergeblich. Immerhin hatte ja im Nachhinein der, neben der DP, kleine Wahlgewinner geladen. Fast überall substanzielle Zugewinne bei den Stimmen – was sollte man da auch groß zu meckern haben.

Die Linke ist etabliert, und zwar so, wie es sich für diese Partei gehört. Sie ist etabliert, und trotzdem rennen im Casino Hunde rum, junge Anhänger tragen Rastazöpfe und die Lasagne ist vegetarisch. Das mögen zwar Kleinigkeiten sein. Aber es sind sympathische Kleinigkeiten.