Der «Aldringer» mitten in der Stadt gilt als als einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im öffentlichen Nahverkehr. Täglich pendeln tausende Menschen über den Busbahnhof. Damit soll ab 1. Juni 2015 Schluss sein. Wegen der Bauarbeiten am Projekt Royal Hamilius, müssen sämtliche Haltestellen weichen. Ein Alternativ-Busbahnhof gibt es noch nicht, heißt es am Dienstagmorgen auf einer Pressekonferenz der Gemeinde Luxemburg und der Bauherren des Prestigobjekts. «An einer Alternative wird derzeit gearbeitet,» heißt es.
Das eigentliche Verkehrskonzept rund um den Millionenneubau steht auch noch nicht. Bislang ist die Rede von einer Tram-Trasse, zwei Auto- sowie einer Busspur. Wie sie verlaufen wird, ist aber noch völlig unklar. Das Verkehrskonzept dazu steht noch nicht, heißt es knapp am Dienstag von Finanzschöffin Sam Tanson (déi gréng).
815.000 Euro jährlich
Das urbanistische Projekt Royal Hamilius sieht eine Mischung aus Handel, Gaststätten und Wohnungen vor. Es wurde jetzt durch die städtische Finanzkommission durchgewunken. Am 19. Dezember will der Gemeinderat drüber abstimmen, heißt es am Dienstag. Für das alte Gebäudekomplex bekommt die Kommune einen Teil, rund 41 Millionen Euro, vom Bauträger Codic überbiesen. Die restliche Summe wird über 75 Jahre mit 815.000 Euro jährlich abgegolten.
Für die nationale und internationale Vermarktung des Projekts hat sich Codic-Geschäftsführer Thierry Behiels die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) aus dem gleichnamigen Emirat mit an Bord geholt. Bereits jetzt laufen erste Abrissarbeiten im Innern des Gebäudekomplexes. 2015 soll es dann so richtig losgehen.
Ein Rechtsstreit um den Bebauungsplant hatte zu einer mehrjährigen Verzögerung bei der Realisierung des Vorhabens geführt. Die Bauzeit wird derzeit auf fünf Jahre geschätzt.
Zu Demaart
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